APA - Austria Presse Agentur

Medwedew bei ATP-Finals im Halbfinale - Djokovic zittert

18. Nov 2020 · Lesedauer 2 min

Der Russe Daniil Medwedew hat im Gegensatz zu Novak Djokovic bei den Tennis-ATP-Finals in London vorzeitig das Halbfinale erreicht. Der 24-Jährige gewann am Mittwochabend überraschend klar gegen den serbischen Weltranglisten-Ersten mit 6:3,6:3 und feierte damit seinen zweiten Sieg. Zum Auftakt hatte Medwedew gegen den Deutschen Alexander Zverev ebenfalls in zwei Sätzen gewonnen. Medwedew ist der zweite bereits fixierte Halbfinal-Teilnehmer neben ÖTV-Star Dominic Thiem.

In der zweiten Partie der Gruppe "Tokio 1970" feierte Zverev mit einem 6:3,4:6,6:3 gegen den argentinischen Außenseiter Diego Schwartzman seinen ersten Erfolg. Zverev und Djokovic machen sich das zweite Aufstiegsticket nun am Freitag im direkten Duell aus. "Gegen Novak hier zu spielen ist das Schwerste, was es gibt. Ich werde mich deutlich steigern müssen, dessen bin ich mir bewusst", sagte der 23-jährige Zverev.

Djokovic fand gegen den nahezu fehlerfrei spielenden Medwedew keine Lösungen. Zu Beginn konnte der Serbe in der taktisch geprägten Begegnung mithalten. Aber mit zunehmender Dauer verlor er etwas die Übersicht und leistete sich beim Versuch, mehr Druck zu erzeugen, zu viele unerzwungene Fehler. Als Knackpunkt erwies sich das siebente Game, indem Medwedew nach langem Kampf das erste Break schaffte. Insgesamt reihte der Moskauer, der vorletzte Woche beim Masters-1000-Turnier von Paris-Bercy triumphiert hatte, bis zum 3:0 im zweiten Satz sieben gewonnene Games aneinander. Schon nach 1:21 Stunden war sein Sieg in der Tasche.

Zverev stand länger auf dem Platz, verwertete seinen ersten Matchball nach 2:11 Stunden nach einer glanzlosen Vorstellung. "Es war deutlich besser als am Montag. Diego ist sehr schwer zu spielen. Ich bin glücklich, dass ich gewonnen habe und mir die Chance auf das Halbfinale erhalten habe", verlautete Zverev.

Den ersten Satz holte sich Zverev nach nur 39 Minuten bei der ersten Chance. Auch im zweiten Durchgang lief es bis zur 3:1-Führung nach Wunsch, ehe der Deutsche völlig den Faden verlor und mit 4:6 den Kürzeren zog. Im Entscheidungssatz war dann das Break des US-Open-Finalisten zum 3:2 vorentscheidend.

Quelle: Agenturen