ManUnited und Debütant Villarreal im Europa-League-Finale

06. Mai 2021 · Lesedauer 3 min

Manchester United und Villarreal bestreiten das diesjährige Finale der Fußball-Europa-League. Den "Red Devils" reichte im Halbfinal-Rückspiel bei der AS Roma am Donnerstag auch eine 2:3-(1:0)-Niederlage vollends, um nach dem 6:2-Spektakel eine Woche davor ins Endspiel einzuziehen. Dort wartet am 26. Mai in Danzig mit Villarreal ein Außenseiter. Die Spanier holten in London gegen Arsenal ein torloses Remis, das nach dem 2:1 im Heimspiel reichte.

Für United-Coach Ole Gunnar Solskjaer ist es das erste Endspiel als Trainer. Villarreal kämpft überhaupt erstmals in der Vereinsgeschichte um eine europäische Trophäe. Die Elf von Trainer Unai Emery verhinderte auch rein englische Finali im Europacup. In der Champions League stehen sich Manchester City und Chelsea im Duell um den Titel gegenüber.

Villarreals Aufstieg ist nicht unverdient. Die Gäste um Ex-Arsenal-Coach Emery attackierten früh, die "Gunners" hatten Probleme. Zwar traf der nach einer Malaria-Erkrankung wieder genesene Pierre-Emerick Aubameyang nach einer knappen halben Stunde die Außenstange (26.), ein Treffer lag für die Engländer aber nicht wirklich in der Luft. Der Bezwinger von Salzburg im Sechzehntelfinale spielte souverän, auch wenn große Chancen für die Spanier ausblieben.

Nach Seitenwechsel kam der auch diese Saison enttäuschende Neunte der Premier League kurz auf. Villarreal war in den ersten fünf Minuten defensiv mehr beschäftigt als in den 45 zuvor. Die Spanier fingen sich aber. Arsenal kam danach nur noch aus Standardsituationen gefährlich in Tornähe, ehe Aubameyang nach einer Bellerin-Flanke hochstieg und an die Innenstange köpfelte (79.). Villarreals Torhüter Geronimo Rulli hatte Glück, dass er sich den Ball nicht ins eigene Tor bugsierte. Die Schlussoffensive von Arsenal brachte nichts mehr ein. Trainer Mikel Arteta darf sich auf unruhige Zeiten einstellen.

Die Roma war trotz der aussichtslosen Lage bemüht, Schadensbegrenzung zu betreiben. Der zuletzt auf die Ersatzbank verbannte David de Gea im Manchester-Tor war durchaus beschäftigt, ehe Cavani sein Torkonto weiter ausbauen konnte. Der Uruguayer - er traf zuvor bereits die Latte und ließ eine weitere gute Möglichkeit liegen - schloss nach einem Gegenstoß erfolgreich ab. Der schon im Hinspiel doppelt erfolgreiche Cavani hielt damit bei 15 Toren in seinen 15 letzten Einsätzen in der Europa League - es sollten noch mehr werden.

Manchester ließ danach die Zügel schleifen. Edin Dzeko (57.) und Bryan Cristante (60.) schafften für die ab Sommer von Star-Coach Jose Mourinho trainierten Römer die Wende. Erneut war es De Gea, der seinem Team einen weiteren Gegentreffer und unnötige Hektik ersparte. Solskjaer durfte sich wiederum auf Bruno Fernandes und Cavani verlassen. Manchesters Taktgeber assistierte dem Stürmer zum Ausgleich. Für den 34-Jährigen war kurz danach Schluss, Marcus Rashford kam für Cavani ins Spiel. Der Roma gelang schlussendlich noch der Siegtreffer durch den eingewechselten Nicola Zalewski (83.).

Quelle: Agenturen