APA - Austria Presse Agentur

Manchester wie unter Ferguson: United als Leader zu "Reds"

13. Jan 2021 · Lesedauer 2 min

Manchester United steht in der Premier League wieder ganz vorne. Die "Red Devils" eroberten mit einem 1:0-Sieg im Nachtragsspiel bei Burnley am Dienstagabend die alleinige Tabellenführung. Zuletzt stand United 2012 noch unter Sir Alex Ferguson nach 17 Runden auf Platz eins. Damals holte der Club den Titel. Am Sonntag wartet auf die Mannschaft des nunmehrigen Trainers Ole Gunnar Solskjaer der wahre Test: In Anfield geht es gegen den ersten Verfolger und Meister Liverpool.

Paul Pogba schoss in Burnley den einzigen Treffer. Der französische Weltmeister, der in den vergangenen Monaten nur durch Abwanderungsgerüchte in die Schlagzeilen gekommen war, traf per abgefälschtem Volley (71.). Solskjaer schwärmte danach von einer "wunderbaren Position", die man nun einnehme. "Natürlich wissen wir, dass es jetzt gegen den Meister geht, der seit dreieinhalb Jahren unglaublich spielt. Es wird schwer für uns, aber wir sind bereit. Es könnte keinen besseren Zeitpunkt geben, ihnen zu begegnen", sagte der Norweger.

Solskjaer war nach einem schwachen Saisonbeginn - als es unter anderem ein 1:6 gegen Tottenham setzte - bereits angezählt. Kaum ein Experte hatte damit gerechnet, dass United die beiden Platzhirsche Liverpool und Manchester City an der Spitze herausfordern kann. Aktuell hat Englands Rekordmeister (20 Meistertitel) neun Siege aus den jüngsten elf Ligaspielen zu Buche stehen.

"Wir sind hungrig. Das ist das Wesentliche, die Jungs sind hungrig", wusste Solskjaer. Das Spiel in Liverpool werde "ein Charaktertest und auch ein Test unserer Qualität". Drei Punkte trennen die Erzrivalen vor dem Schlagerspiel. Für Liverpool spricht bei einem Sieg das bessere Torverhältnis.

Pogba zeigte erneut eine starke Leistung. Der 27-Jährige hatte bei den Fans nach Anfang Dezember getätigten Äußerungen seines Managers Mino Raiola endgültig seinen ganzen Kredit verspielt. Sein Schützling sei bei Manchester unglücklich und könne sich nicht mehr so entfalten, wie er es wolle und wie es von ihm erwartet werde, sagte Raiola damals. Solskjaer berichtete am Dienstag Gegenteiliges. "Ich habe immer gesagt, dass Paul ein großer, großer Spieler für uns ist", betonte der Coach. Pogba selbst sagte mit Blick auf Liverpool: "Wir müssen jetzt ruhig bleiben, auch wenn es ein großartiger Moment für uns ist."

Quelle: Agenturen