APA - Austria Presse Agentur

Liensberger fährt zu Slalom-Gold in Cortina d'Ampezzo

20. Feb 2021 · Lesedauer 2 min

Katharina Liensberger ist Doppelweltmeisterin. Am Samstag holte sich die Vorarlbergerin in Cortina d'Ampezzo die zweite Goldmedaille und ihren zweiten WM-Titel nach dem  Parallelrennen.

Katharina Liensberger darf sich Doppelweltmeisterin der alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo nennen. Die Vorarlbergerin eroberte nach dem Titel im Parallelbewerb und Bronze im Riesentorlauf am Samstag im letzten Damenbewerb Slalom-Gold. Sie behielt als Halbzeitführende die Nerven und setzte sich genau eine Sekunde vor der Slowakin Petra Vlhova und 1,98 vor Mikaela Shiffrin durch. Für die 23-jährige Liensberger war es die vierte WM-Medaille ihrer Karriere.

  1. Katharina Liensberger (01:39.50)

  2. Petra Vlhova (+1.00)

  3. Mikaela Shiffrin (+1,98)

Erstes Slalom-Gold für Österreich seit 2011

Für Österreich bedeutete dies die erste Goldmedaille im Damen-Slalom seit Marlies Schild (nun Raich) 2011 in Garmisch-Partenkirchen, danach hatte viermal die US-Amerikanerin Shiffrin triumphiert. Shiffrin hätte als erste Athletin fünf WM-Goldene im Slalom erringen können, wie sie ist die Deutsche Christl Cranz vierfache Titelträgerin im Torlauf.

Mit nun fünf Gold- und zwei Bronzemedaillen baute Österreich vor dem abschließenden Herren-Slalom am Sonntag nicht nur die Führung im Medaillenspiegel aus, es ist auch das sechstbeste Abschneiden bei Ski-Weltmeisterschaften für den ÖSV.

Chiara Mair landete auf dem sechsten Platz, Franziska Gritsch auf elf.
 

Mit Startnummer eins zur Zwischen-Bestzeit

Auf der durchgehend steilen und für die Rennläuferinnen bis zum WM-Rennen völlig unbekannten "Druscie A", auf der bei Olympia 1956 Toni Sailer erfolgreich gewesen war, legte Liensberger mit Startnummer eins eine Fabelzeit in die griffige Piste.

"Ich habe mich wohlgefühlt"

"Alles in allem bin ich super happy mit dem Lauf, ich habe den Ski gehen lassen, ich habe attackiert und Gas gegeben. Ich wusste, das braucht es da runter. Es war nicht alles ganz fehlerfrei, aber ich habe schnell reagiert. Ich habe mich wohlgefühlt", sagte Liensberger im ORF nach dem ersten Durchgang. Die Nummer eins bezeichnete sie als "super cool. Ich habe gern das Rennen eröffnet. Ich bin für mich den Lauf gefahren"
 

Quelle: Agenturen / lam