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LASK will Wiener Austria abhängen

22. Okt. 2022 · Lesedauer 4 min

Der LASK ist gegen eine nach der Cup-Blamage in den Seilen hängende Austria auf einen Wirkungstreffer aus. Gewinnen die Linzer am Sonntag (17.00 Uhr) ihr Heimspiel zum Abschluss der 13. Bundesliga-Runde gegen die Wiener, sind diese auf zehn Zähler distanziert und im Rennen um die Meistergruppe wohl kein direkter Konkurrent mehr. Davor tritt der SCR Altach mit neu gewonnenem Elan beim Wolfsberger AC an und Aufsteiger Austria Lustenau empfängt die SV Ried (jeweils 14.30 Uhr).

Das unerwartete Scheitern im Cup-Achtelfinale beim Wiener Sport-Club passte überhaupt nicht in die Pläne der Violetten. Statt mit Zuversicht in die Aufgaben in Pasching sowie kommende Woche in der Conference League daheim gegen Lech Posen zu gehen, ist nun eine Jetzt-erst-recht-Mentalität gefragt. "Um was es jetzt geht, ist einzig und allein die Reaktion darauf. Denn das ist es, was wir jetzt beeinflussen können", meinte Trainer Manfred Schmid. Mittelfeldmann Manfred Fischer sagte nach dem Pokal-Aus trotzig: "Ich lasse mir die bisherige Saison sicher nicht schlecht reden. Wir haben das Spiel verschissen, sind im Cup draußen. Und, weiter? Dann schauen wir halt, dass wir in der Liga wieder Gas geben."

Der LASK ist mit 22 Punkten Dritter, die Austria liegt als Fünfter mit 15 Zählern mitten im Pulk des Rennens um die Top Sechs. Dietmar Kühbauer wollte sich von der Tabellen-Konstellation nicht blenden lassen. "Wir spielen gegen eine Austria, die letzte Saison sehr gut gespielt hat, die es heuer meines Erachtens wieder sehr gut macht", betonte der LASK-Coach. Ziel sei es, "ein gutes Spiel zu machen, damit wir uns von der Austria noch weiter absetzen können, damit wir vorne dabei bleiben."

Beim SCR Altach sieht Trainer Miroslav Klose nach schwierigen Wochen wieder eine gewisse Leichtigkeit. Die Vorarlberger arbeiteten sich aus dem Tabellenkeller auf Platz zehn vor. Den wieder gewonnenen Elan wollen sie auch beim WAC nutzen. 1:0 gewann sein Team zuletzt gegen Hartberg. Davor gab es ein 2:3 gegen Salzburg und ein 3:2 in Ried. "Wir wissen, wie schnell es gehen kann in der Bundesliga. Wenn du auf so einem aufstrebenden Ast bist, solltest du versuchen, weiter nach oben zu klettern", sagte Klose vor dem Antritt im Lavanttal. Eines sei dabei immens wichtig: "Die Null muss stehen so lange es geht", setzt Klose auf eine stabile Defensive.

Das wird auch wichtig bei den offensiv starken Wolfsbergern, die aber mit defensiven Schwächen auffällt. Zudem verletzte sich zuletzt Abwehrchef Simon Piesinger. Sein Ausfall ist keine gute Nachricht für Trainer Robin Dutt, schließlich erzielte sein Team zwar 24 Treffer, kassierte gleichzeitig aber nicht weniger als 25. "Unser Prunkstück ist eben die Offensive", meinte Trainer Robin Dutt dazu zu Wochenbeginn im Sky-Interview. Sind Maurice Malone und Tai Baribo vorne ein nicht zu unterschätzendes Duo, herrscht weiter hinten oft Unordnung. Dutt hofft im Kampf um einen Platz in der Meistergruppe auf eine bessere Balance. "Momentan fängt die Offensive die defensiven Probleme auf."

Der gute Saisonstart von Aufsteiger Austria Lustenau ist nur noch Nostalgie. Die Gegenwart lautet Abstiegskampf, und so wartet nun ein enges Duell mit Nachzügler Ried. Anfang Oktober lagen die Vorarlberger noch sieben Punkte vor den Innviertlern, zwei Runden später ist der Vorsprung auf einen Zähler geschmolzen. Ein Umstand, der die "Wikinger" nach zwei Ligasiegen en suite (gegen WAC und Rapid) und dem Viertelfinal-Aufstieg im Cup in Horn zusätzlich motivieren dürfte.

"Nach den Auswärtssiegen beim WAC und in Horn wissen wir jetzt auch, das wir auswärts was mitnehmen können. Das wollen wir auch in Lustenau schaffen. Drei Siege hintereinander hat es lange nicht mehr gegeben. Deshalb gehen wir sehr positiv und mit Selbstvertrauen in dieses Spiel", betonte Rieds Coach Christian Heinle. Der 37-Jährige dürfte nach viel Kritik aktuell etwas fester im Sattel sitzen. "Es hat sich ausgezahlt, dass wir im Umfeld ruhig geblieben sind und konsequent weitergearbeitet haben", gab Heinle an.

Die jüngere Bilanz von Lustenau nimmt sich hingegen desaströs aus: seit 20. August kein Sieg, 2 Punkte aus 6 Spielen, 4 Niederlagen in Folge. In der Vorwoche gab es eine 2:3-Niederlage bei der WSG Tirol, schon zur Pause war man mit 0:3 in Rückstand gelegen. "In den zweiten 45 Minuten haben wir deutlich besser agiert, darauf können wir aufbauen", erklärte Mader. "Ried ist aktuell sehr gut in Form und kommt mit einer erfahrenen und spielstarken Truppe nach Lustenau. Dennoch wollen wir ihre kleine Serie reißen lassen."

Quelle: Agenturen