APA - Austria Presse Agentur

LASK will mit erstem Titel seit 1965 "Geschichte schreiben"

29. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

Erstmals seit dem Double-Gewinn vor 56 Jahren will der LASK am Samstag im ÖFB-Cup-Finale (20.30 Uhr/live ORF 1) in Klagenfurt gegen Seriensieger Red Bull Salzburg einen heimischen Fußball-Titel holen. "Wir können Geschichte schreiben, wir können ein unvergessliches und historisches Ereignis schaffen", betonte Trainer Dominik Thalhammer bei der Online-Pressekonferenz am Donnerstag. "Das spürt man auch im Verein und bei den Fans (...). Das motiviert uns sehr für Samstag."

Nicht mitwirken kann allerdings Philipp Wiesinger, der im Ligaduell mit Sturm Graz am Mittwoch verletzt ausgewechselt werden musste. Die Diagnose am Donnerstag ergab einen Bandeinriss im linken Sprunggelenk, weshalb der 26-jährige Innenverteidiger erst im Laufe des Saisonfinish sein Comeback geben wird. "Philipp hat in den vergangenen Jahren unglaublich viel für den LASK geleistet und hat uns mit seinem Tor im Halbfinale ins Cup-Finale geschossen. Dass er am Samstag nicht am Platz stehen kann, ist sehr bitter - für uns als Mannschaft ist das aber ein Anlass, noch enger zusammenzurücken", sagte Thalhammer.

Im Gegensatz zum LASK, der 1965 zum bisher ersten und einzigen Mal sowohl Meister als auch Cupsieger wurde - damals in beiden Bewerben als erster Nicht-Wiener-Verein der heimischen Fußball-Historie -, sind die Salzburger seit 2014 Dauergast im Cup-Endspiel. Nur 2018 setzte es dabei gegen Sturm Graz (0:1 n.V.) eine Finalniederlage. Das erklärte Saisonziel der Mannschaft des scheidenden Trainers Jesse Marsch, der ab Sommer den deutschen Bundesligisten RB Leipzig betreuen wird, ist das bereits achte Double der Club-Geschichte.

"Der Cup ist bei uns immer ein großes Saisonziel. Titel zu holen ist immer eine große Herausforderung in Salzburg", beteuerte Marsch, der sich der historischen Bedeutung des Endspiels für den Gegner bewusst ist. "Ich glaube, es ist ein großer Moment für den LASK, aber wir haben nie in unserer Geschichte gegen den LASK diese Mannschaft unterschätzt."

Sein Kapitän Andreas Ulmer erklärte indes, dass die Salzburger trotz der Titelflut seit 2012 (sieben Cup- und acht Meistertitel) noch immer hungrig seien. Diese Siegermentalität sei einfach in der "DNA" der Mannschaft und des Clubs drin. "Wir sind richtig heiß drauf, dass wir den Pokal holen", versicherte der 35-Jährige, der bei allen bisherigen sieben Cup-Triumphen der "Roten Bullen" dabei war.

Quelle: Agenturen