LASK eröffnet Liga-Meistergruppe zu Hause gegen Hartberg
Punktemäßig sind die beiden Teams nur durch zwei Punkte getrennt. Hartberg fehlen auch nur drei Zähler auf Spitzenreiter Sturm Graz, was für enormes Knistern sorgt. "Jedes Team will den Titel gewinnen. Ich mag das österreichische Mindset, dass wir von Spiel zu Spiel schauen. Gegen Ende kann man dann das große ganze Bild sehen", sagte LASK-Stürmer Samuel Adeniran. Auch sein Trainer verzichtete auf Kampfansagen. "Wir wollen gut performen, dann kommt alles von allein. Ich muss das Ziel nicht rausposaunen, da hast du den Rucksack mit. Oben ist die Luft dünner", erläuterte Dietmar Kühbauer.
Sein Optimismus ist nach 11 Siegen bei nur einer Niederlage in 15 Pflichtspielen groß. "Es kommt drauf an, wie wir ready sind - und wir werden ready sein." Beim 3:3 im ersten Saisonduell am 5. Oktober in Linz war er noch nicht verantwortlich. Christoph Lang (89.), Kasper Jörgensen (92.) und Andres Andrade (94.) sorgten dabei dafür, dass die Linzer als erstes Team der höchsten Spielklasse einen bis zur 89. Minute währenden Drei-Tore-Rückstand egalisierten. Auch in Hartberg am 6. Dezember war der LASK am Rande einer Niederlage. Da war es nach Jörgensens 1:2 (32.) Moses Usor, der in der 92. Minute ausglich.
Dadurch punktete der LASK auch im achten direkten Aufeinandertreffen in Folge. "Wir haben mit Hartberg eine schwierige Aufgabe vor uns, wo wir einen guten Plan und möglicherweise auch die nötige Geduld brauchen werden", meinte Kühbauer. "Noch mehr Intensität und Schärfe" sei in der Meistergruppe gefordert. "Effizienz und Spielglück werden auch eine Rolle spielen, es wird auf Kleinigkeiten ankommen", vermutete der Burgenländer, der auf den seit dem 3:1 gegen den WAC leicht angeschlagenen Innenverteidiger Joao Tornich bauen kann.
Die Steirer kassierten die wenigsten Gegentore und verteidigen eine Serie von sieben ungeschlagenen Partien. "Wir sind nicht in die Meistergruppe gekommen, um die anderen Teams mit Punkten zu versorgen. Ich glaube, dass in jedem Spiel etwas für uns drinnen ist", meinte Trainer Manfred Schmid. Das unterstrich auch Tormann Tom Ritzy Hülsmann: "Wenn wir unsere Stärken auf den Platz bringen und so diszipliniert und aggressiv verteidigen wie zuletzt, können wir mit unseren offensiven Waffen jedem Gegner wehtun." Ein Rückstand könnte fatal sein, die Linzer gewannen nach einer 1:0-Führung neunmal und holten ein Remis.
Zusammenfassung
- LASK eröffnet am Freitag um 19.30 Uhr die Meistergruppe gegen Hartberg, nachdem beide bisherigen Saisonduelle äußerst ausgeglichen endeten (3:3 und 2:2).
- Die Linzer sind in 12 der letzten 13 Spiele ungeschlagen, Hartberg verlor nur eines der jüngsten 14 und liegt mit nur zwei Punkten Rückstand auf LASK sowie drei auf Tabellenführer Sturm Graz.
- Hartberg stellt mit nur wenigen Gegentoren die beste Defensive der Liga und ist seit sieben Spielen ungeschlagen, während LASK nach 1:0-Führungen neunmal gewinnen konnte.
