APA - Austria Presse Agentur

Italien im EM-Semifinale - 2:1 gegen Belgien

02. Juli 2021 · Lesedauer 3 min

Italien steht im Semifinale der Fußball-EM. Der vierfache Weltmeister setzte sich am Freitag im Viertelfinale in München gegen Belgien mit 2:1 (2:1) durch. Nicolo Barella (31.) und Lorenzo Insigne (44.) trafen für Österreichs Achtelfinal-Bezwinger, Belgiens Tor durch Romelu Lukaku (45.+2/Elfmeter) blieb letztlich ohne Wert. Italien trifft nun in der Vorschlussrunde am Dienstag auf Spanien, womit es zur Neuauflage des EURO-Finales von 2012 (4:0 für die Iberer) kommt.

Bei den Italienern kehrte der zuletzt an Muskelproblemen laborierende Kapitän Giorgio Chiellini in die Mannschaft zurück. Die Belgier hingegen mussten auf Eden Hazard verzichten, der nach seiner im Achtelfinale gegen Portugal erlittenen Muskelverletzung nicht fit wurde. Dafür hatte Kevin de Bruyne seine Schmerzen im Sprunggelenk rechtzeitig überwunden - der Regisseur gab auch den ersten gefährlichen Schuss des Spiels ab. Italiens Schlussmann Gianluigi Donnarumma war auf dem Posten (22.), ebenso wie vier Minuten später bei einem Versuch von Lukaku.

Bereits davor war ein Tor der Italiener von Leonardo Bonucci wegen Abseits zurecht aberkannt worden (13.). Danach prüfte Federico Chiesa den belgischen Keeper Thibaut Courtois mit einem abgefälschten Schuss (27.), ehe die "Azzurri" auf 1:0 stellten. Belgiens Kapitän Jan Vertonghen leistete sich einen folgenschweren Ballverlust, Barella setzte sich gegen zwei Abwehrspieler durch und traf via Innenstange ins lange Eck (31.).

Italien nützte das Momentum - Chiesa verfehlte in der 41. Minute sein Ziel nur knapp, drei Minuten später brachte dann ein Distanzschuss den Erfolg. Insigne wurde von der belgischen Defensive nicht attackiert, konnte sich den Ball rund 20 Meter vor dem Tor herrichten und schlenzte das Spielgerät ins lange Eck.

Die Belgier kamen aber knapp vor dem Pausenpfiff wieder ins Spiel zurück. Lukaku versenkte einen Elfmeter, nachdem Giovanni di Lorenzo dem Belgier Jeremy Doku im Sechzehner einen leichten Rempler versetzt hatte. Die umstrittene Entscheidung des slowenischen Schiedsrichters Slavko Vincic wurde vom VAR nicht umgestoßen, womit die Italiener im Gegensatz zum Österreich-Match diesmal keine Profiteure des Video-Assistenten waren.

Dies sollte sich allerdings nicht mehr rächen - auch deshalb, weil Lukaku in der 61. Minute eine Topchance ausließ. Nach Vorarbeit von De Bruyne traf der Goalgetter von Inter Mailand aus kurzer Distanz seinen Gegenspieler Leonardo Spinazzola und nicht ins Tor. Davor und danach wurden die Belgier von Italien gut im Zaum gehalten, eine wirklich zwingende Chance konnte sich die Nummer eins der FIFA-Weltrangliste nicht mehr herausspielen.

Damit kassierte Belgiens "goldene Generation" die erste Niederlage seit einem 1:2 gegen England im Oktober des Vorjahres und muss weiterhin auf ihren ersten Titel warten. Die Italiener hingegen sind bereits seit 32 Partien ungeschlagen und haben ihre jüngsten 13 Länderspiele allesamt gewonnen. Ein Wermutstropfen aber blieb - der im bisherigen Turnierverlauf starke Spinazzola schied im Finish verletzt aus.

Quelle: Agenturen