Italien darf nach 2:0 gegen Nordirland weiter auf WM hoffen
Die Italiener starteten in Bergamo stark, nach zehn Minuten waren sie aber mit ihrem Latein am Ende. Sie fanden zunächst kein taugliches Mittel, den kompakten Abwehrblock der Nordiren zu knacken. Nach einer enttäuschenden ersten Halbzeit erlöste Sandro Tonali aber die Elf von Gennaro Gattuso. Nach einer zu kurzen Abwehr der Gäste zog der Mittelfeldspieler von Newcastle United von der Strafraumgrenze ab und traf zur Führung (56.). Moise Kean (80.) sorgte mit einem Schuss ins lange Eck dafür, dass es in der Schlussphase nicht mehr zum Zittern wurde.
Am Dienstag geht es für die Italiener nun nach Bosnien-Herzegowina, das gegen Wales nach einem 1:1 nach Verlängerung im Elfmeterschießen (4:2) den Aufstieg schaffte. Altstar Edin Dzeko hatte die Bosnier davor mit seinem Treffer zum 1:1 in der 86. Minute vor dem Aus gewahrt.
Im Besiktas-Stadion wurde die Türkei ihrer Favoritenrolle gegen Rumänien mit einem 1:0 (0:0) gerecht. Außenverteidiger Ferdi Kadioglu (53.) erzielte nach einem herrlichen Pass in die Tiefe von Arda Güler, dem 21-jährigen Spielmacher von Real Madrid, den Siegestreffer für die Mannschaft von Vincenzo Montella. Auf dem Weg zur ersten WM-Endrunde seit 24 Jahren ist der Kosovo in Pristina die letzte Hürde.
Die Auswahl des ehemaligen ÖFB-Teamchefs und Sturm-Graz-Meistertrainers Franco Foda wahrte mit einem 4:3 in Bratislava gegen die Slowakei die Chance auf die erstmalige Teilnahme an einem großen Turnier. Nach einem 1:2-Pausenrückstand drehten Fisnik Asllani (47.), Florent Muslija (60.) und Kreshnik Hajrizi (72.) die Partie für den Kosovo, im Herbst in der Nations League Gegner des ÖFB-Teams.
Schweden setzte sich dank Viktor Gyökeres gegen die Ukraine mit 3:1 (1:0) durch. Der Arsenal-Stürmer bewies in Valencia mit einem Hattrick (6., 51., 73./Elfmeter) seine Abschlussstärke. Am Dienstag wartet nun Polen, das sich in Warschau gegen Albanien dank zweier Routiniers mit 2:1 durchsetzte. Nach dem 0:1-Pausenrückstand durch ein Tor von Aber Hoxha (42.) trafen Robert Lewandowski per Kopf nach einer Ecke (63.) und Piotr Zielinski (73.).
Dänemark feierte gegen Nordmazedonien einen souveränen 4:0 (0:0)-Heimsieg. Mikkel Damsgaard (49.) brachte die Dänen kurz nach der Pause in Führung, mit einem Doppelpack sorgte Gustav Isaksen (58., 59.) nach knapp einer Stunde für die endgültige Entscheidung. Dienstag-Gegner Tschechien lag zu Hause gegen Irland nach 23 Minuten 0:2 zurück, schaffte dank Patrik Schick (27./Elfmeter) und Ladislav Krejci (86.) aber den Gleichstand und entschied das Elfmeterschießen mit 4:3 für sich.
Zusammenfassung
- Italien hat mit einem 2:0-Sieg gegen Nordirland dank Toren von Sandro Tonali (56.) und Moise Kean (80.) weiter Chancen auf die erste WM-Teilnahme seit 2014.
- Im Play-off-Finale am Dienstag trifft Italien auf Bosnien-Herzegowina, das nach einem 1:1 gegen Wales im Elfmeterschießen mit 4:2 siegte.
- Auch Schweden (3:1 gegen Ukraine), Kosovo (4:3 gegen Slowakei), Polen (2:1 gegen Albanien), Türkei (1:0 gegen Rumänien), Dänemark (4:0 gegen Nordmazedonien) und Tschechien (4:3 n.E. gegen Irland) kämpfen um ein WM-Ticket.
