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Graz ringt Fehervar im ersten Halbfinal-Duell 3:2 nieder

Heute, 15:52 · Lesedauer 2 min

Die Graz99ers haben Außenseiter Fehervar im ersten Halbfinal-Duell im Play-off der ICE Hockey League niedergerungen. Beim 3:2-(1:1,1:1,1:0)-Heimsieg von Österreichs frisch gekürtem Meister und einzigem rot-weiß-roten Beitrag in der Runde der besten vier glichen die Ungarn zweimal einen Rückstand aus. Michael Schiechl traf fünf Minuten vor Schluss dann entscheidend. Spiel zwei im "best of seven" ist am Dienstag (19.15 Uhr) in Szekesfehervar angesetzt.

Die Grazer hatten nach dem 4:0-"sweep" gegen den VSV einige Tage mehr Pause gehabt als der Underdog, der sich über die Vienna Capitals (2:1) und den KAC (4:2) ins Halbfinale gekämpft hatte. Die Anfangsminuten im binnen Minuten ausverkauften Eisstadion gehörten auch dem Favoriten. Schon nach 3:15 Minuten reagierte Paul Huber nach einem Haudum-Schuss gedankenschnell, ließ Fehervars Goalie Rasmus Reijola aussteigen und stellte auf 1:0. Die Grazer ließen vor 4.126 Zuschauern Chancen auf das 2:0 aus, trafen auch die Stange. Der Puck klatschte aber auch hinter 99ers-Schlussmann Maxime Lagace einmal an die Latte.

Fehervar kam besser in die Partie und konnte sich auf Trevor Cheek verlassen. Der Stürmer nahm mit viel Übersicht Maß und bezwang Lagace zu seinem fünften Play-off-Treffer. Cheek tauchte noch einmal gefährlich vor dem 99ers-Tor auf, ehe Josh Currie die Steirer 13 Sekunden vor dem Drittelende vermeintlich wieder voran schoss. Der Treffer zählte jedoch nicht, da Kevin Roy Fehervars Reijola im Torraum behinderte.

Die Mannschaft von Trainer Dan Lacroix sollte dennoch wieder vorlegen. Nick Swaney war 75 Sekunden nach Wiederbeginn der Torschütze. Fehervar gelang neuerlich das Comeback - unter kräftiger Grazer Mithilfe. Verteidiger Frank Hora patzte mit einem Fehlpass direkt vor dem eigenen Tor, Max Gerlach (28.) profitierte. Die Defensivreihen auf beiden Seiten ließen danach kaum etwas zu. Auch das Schlussdrittel verlief ausgeglichen, ehe eine wilde Schlussphase startete.

Schiechl mit Kraftakt zum Siegtor

Unmut zogen sich die Referees zu, als ein weiteres Grazer Tor nicht gegeben wurde. Swaney hatte nachgestochert, das Gehäuse sprang aber bereits davor aus der Verankerung. Kurz darauf zählte das 3:2. Chris Collins versuchte es nach einem Grazer Forechecking aus spitzem Winkel, Schiechl hatte im Fallen noch seinen Schläger im Spiel. 5:04 Minuten waren noch zu spielen. Fehervar nahm im Finish den Goalie vom Eis, Lagace war noch einmal voll gefordert, ehe der Heimerfolg der 99ers feststand.

Zusammenfassung
  • Die Graz99ers besiegen Fehervar im ersten Halbfinale der ICE Hockey League vor 4.126 Zuschauern mit 3:2, wobei Michael Schiechl fünf Minuten vor Schluss das entscheidende Tor erzielt.
  • Fehervar gleicht zweimal einen Rückstand aus, nachdem Paul Huber (3:15) und Nick Swaney für Graz getroffen hatten, doch Max Gerlach und Trevor Cheek halten die Ungarn im Spiel.
  • Das zweite Spiel der „best of seven“-Serie findet am Dienstag um 19.15 Uhr in Szekesfehervar statt.