APA - Austria Presse Agentur

Gold für US-Basketballer nach Finalsieg gegen Frankreich

07. Aug 2021 · Lesedauer 3 min

Die US-Basketballer haben bei den Sommerspielen in Tokio zum vierten Mal in Folge olympisches Gold gewonnen. Angeführt von Kevin Durant besiegte das US-Team am Samstag im Finale in der Saitama Super Arena Frankreich mit 87:82 (44:39) und revanchierte sich damit für die Auftaktniederlage gegen die Franzosen im olympischen Turnier. Im Spiel um Platz drei setzte sich Australien gegen Slowenien mit 107:93 (53:45) durch, der Australier Patty Mills glänzte mit 42 Punkten.

Das französische Team hielt das Finale lange Zeit offen, ging mit 10:4 in Führung, lief aber in der Folge die restliche Spielzeit einem Rückstand hinterher. Im vierten Viertel kämpften sich die Europäer bis auf drei Punkte auf 70:73 und zehn Sekunden vor Schluss auf 82:85 heran, der Favorit aus Nordamerika hielt jedoch letztendlich den Gegner erfolgreich auf Distanz. Den Schlusspunkt setzte Durant mit zwei verwandelten Freiwürfen.

Der 32-jährige Durant, der bei den Brooklyn Nets um vier Jahre für satte 198 Millionen US-Dollar (167 Mio. Euro) verlängern wird, war mit 29 Zählern der überragende Akteur der Amerikaner und feierte nach 2012 und 2016 seinen dritten Olympiasieg. Beste Werfer bei den Franzosen waren Evan Fournier und Rudy Gobert mit jeweils 16 Punkten.

"Wir haben einige Widrigkeiten durchgemacht", sagte Durant nach dem Finale. "Wir haben ein Spiel im Turnier verloren, wir haben zwei Testspiele verloren. Wir hatten einige ungewöhnliche Umstände mit Corona. Wir haben uns durch alles gekämpft. Ich bin froh, dass wir es geschafft haben. Das ist das perfekte Ende dieses Sommers." Anerkennung für seine nächste Galavorstellung bekam der NBA-Star auch vom Gegner. "Er ist der beste Scorer im Basketball, er hat einfach wieder sein Ding gemacht", sagte Frankreichs Center Rudy Gobert anerkennend.

Durants Teamkollege Damian Lillard lobte: "Es ist schwer, nicht die ganze Zeit auf ihn zu schauen. Er ist ein ganz besonderer Spieler. Er hat hier ganz viel unserer Last getragen." Der Druck, der auf den Amerikanern lastete, war enorm. Wie immer erwarteten alle Gold. "Ich spüre mehr Freude als Erleichterung", sagte Lillard: "Man kann nicht erwarten, dass man uns einfach so zusammen schmeißt und wir sofort gegen jeden gewinnen. Andere Teams hier spielen schon sehr lange zusammen."

Frankreich war zuletzt ein wenig der Angstgegner der US-Basketballstars. Bei der vergangenen WM 2019 warfen die Europäer das US-Team im Viertelfinale aus dem Bewerb, zum Olympia-Auftakt kassierte die Mannschaft von Trainer Gregg Popovich zudem eine 76:83-Niederlagen gegen die Franzosen. Es war die erste Niederlage der US-Basketballer bei Olympia seit 17 Jahren. Im Tokio-Finale machten es die Amerikaner schlussendlich aber besser und feierten den 16. Olympiasieg im Männer-Basketball, während Frankreich das erste Gold in der Sportart verpasste und stattdessen zum dritten Mal Silber holte.

"Wir sind froh, dass es vorbei ist", sagte der 72-jährige Popovich, Coach von Österreichs NBA-Legionär Jakob Pöltl bei den San Antonio Spurs: "Das Team hat sich unter schwierigen Umständen schnell verbessert und sich dieses Gold verdient."

Quelle: Agenturen