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Freestylerinnen Wolf und Wallner verpassen Slopestyle-Finale

14. Feb. 2022 · Lesedauer 3 min

Reicher an Erfahrung, aber ohne Finalteilnahme reisen Österreichs Ski-Freestylerinnen Lara Wolf und Laura Wallner von den Olympischen Spielen in China ab. Nach dem Big Air verpasste das Tiroler Duo am Montag auch im Slopestyle-Bewerb die Qualifikation für die Medaillenentscheidung der besten Zwölf am Dienstag (2.30 Uhr MEZ). Der von einer Beckenprellung gehandicapten Wolf fehlten als 14. nur 0,9 Punkte, für Wallner reichte es nach Stürzen nur zu Rang 25.

"Voll auf Schmerztabletten" humpelte Wolf durch die Mixed-Zone im Zielareal. "Für das, dass ich so gut wie kein Training hatte, bin ich echt zufrieden. Da sieht man, dass ich es eigentlich schon drauf hätte", sagte die 21-Jährige, die zu Beginn des zweiten Trainings in der Rail-Sektion hart aufgeschlagen war.

Die Schneebedingungen im Genting Snow Park in Zhangjiakou seien eher Eisbedingungen, meinte Wolf. "Es ist alles hart, einfach nicht fein." Zähne wurden zusammengebissen, die wetterbedingte Verschiebung der Vorausscheidung um einen Tag half bei der Bewältigung. "Das ÖOC-Team hat mir wirklich gute Leute zur Verfügung gestellt. Es war klar, dass ich es zumindest probiere."

Als Zehnte nach dem ersten von zwei Runs durfte sich die WM-Siebente von 2021 und Weltcup-Dritte in Font Romeu zwischenzeitlich sogar Hoffnungen auf die Final-Teilnahme machen. "Im zweiten Lauf wollte ich noch einmal einen draufsetzen, weil ich gemerkt habe, es könnte sich ausgehen." Mit vollem Risiko verpatzte sie aber den zweiten Run, 0,9 Punkte fehlten letztlich auf einen weiteren Auftritt.

Bei Wallner schafften es nur 30,70 Punkte in die Wertung. Die 23-Jährige wollte mit einem unorthodoxen wie kreativen Run punkten, stürzte aber beim schwierigen Quarterpipe-Element. "Ich will immer ein bisschen was anders als die anderen machen. Das zeichnet mich auch aus."

Sie sei stolz, sich selbst treu geblieben zu sein. "Es war viel Risiko, aber ich bereue die Entscheidung nicht. Ich wollte genau diesen Run für mich runterbringen, weil es mein Traum war, diesen Run zu stehen." Sie sei extrem gut gefahren. "Es hat leider nicht funktioniert, aber so ist das Leben", sagte Wallner, auf die neben einem vollen Weltcup-Programm (nächste Station: Georgien) Prüfungen an der Universität Innsbruck warten.

Die Männer um die beiden 17-jährigen Matej Svancer und Daniel Bacher greifen am Dienstag mit der Qualifikation ins Geschehen ein. Die Beste der Frauen-Qualifikation war die Estin Kelly Sildaru. Die im Blitzlichtgewitter stehende Gu Eileen, die für China antritt, verpatzte ihren ersten Lauf. Die 18-jährige Big-Air-Olympiasiegerin hielt dem Druck aber stand und sagte nach Rang drei: "Die Qualifikation ist immer beängstigend."

Quelle: Agenturen