Cologne Centurions / Marc Junge

ELF: Raiders Tirol ziehen in Playoff-Halbfinale ein

04. Sept. 2022 · Lesedauer 4 min

Neben den Vienna Vikings qualifiziert sich auch die zweite österreichische Mannschaft für die Playoffs der European League of Football. Die Raiders Tirol sichern sich dank eines 37:10-Sieges am letzten Spieltag der Regular Season gegen Berlin Thunder den Wildcard-Platz. Im Halbfinale bekommt man es nun auswärts mit den Hamburg Sea Devils zu tun, während die Vienna Vikings daheim die Barcelona Dragons empfangen.

Verantwortlich für den klaren Sieg der Tiroler ist vor allem das Laufspiel. 283 Yards erlaufen die Raiders im gesamten Spiel. Vor allem Running Back C.J. Okpalobi glänzt mit einer ganz starken Performance (11 Läufe, 138 Yards, 1 Rushing Touchdown). Aber auch sein Pendant, Tobias Bonatti zeigt auf (8 Läufe, 97 Yards, 1 Rushing Touchdown). Quarterback Sean Shelton bilanziert mit 13/21 Completions, 2 Interceptions, 197 Passing Yards und 3 Touchdown-Pässen. Dabei bahnte sich zu Beginn ein knappes Spiel an. Shelton und seine Receiver taten sich schwer. Die Tiroler fanden erst mit Fortdauer des Spiels besser rein und gewannen letztendlich souverän.

Thunder-Touchdown mit erstem Play

Berlin startet zunächst gut und übt im ersten Drive viel Druck auf Shelton aus. Die Defense der Deutschen zwingt die Tiroler zu einem frühen Punt. Und die Thunder sind auch gleich offensiv hellwach. Mit dem ersten Play des Spiels gelingt ein Touchdown. Quarterback Joe Germinerio bedient Top-Reciever Robin Wilzeck - die Raiders-Defense wird eiskalt erwischt.  

Doch den favorisierten Gästen gelingt die richtige Antwort. C.J. Okpalobi braucht nur zwei Läufe für 72 Yards, um in die Endzone vorzustoßen. Während das Laufspiel auf Anhieb funktioniert, hat Shelton und seine Offense im Passspiel große Probleme zu Beginn. Nach sechs Minuten im ersten Viertel wird der Quarterback erstmals gesackt.

Die Defense ist dafür voll da und sorgt für die erste Fumble Recovery. Shelton nützt die gute Feldposition und setzt Okpalobi ein, der im ersten Viertel sogar in der Rolle des Receivers glänzt. Der Drive endet mit einem Field Goal durch Arno Schwarz. Tirol geht mit 10:7 in Führung und legt beinahe nach. Jay Liggins fängt einen Pass von Germinerio zur Interception ab, doch eine Flag fliegt auf das Spielfeld. Die Raiders kassieren eine 5-Yard-Strafe wegen Holding, der Ball bleibt bei den Berlinern. Danach passiert nichts mehr. Es geht mit 7:10 aus Sicht der Heimmannschaft in die erste Viertelpause.

17:10-Pausenführung für Raiders

Im zweiten Abschnitt gelingt den Tirolern ein Start nach Maß in Form eines Touchdowns im ersten Drive. Erneut ist es ein Running Back, diesmal Tobias Bonatti, der für die Punkte sorgt.

In der Folge patzen beide Mannschaften. Zuerst schenken die Thunder den Ball nach einem völlig missglückten Punt in guter Feldposition her, doch unmittelbar danach muss Shelton seine erste Interception hinnehmen.

Während das Laufspiel weiterhin funktioniert, hat der sonst so stabile Quarterback zu kämpfen. Vier Minuten vor der Halbzeit wirft er seine zweite Interception. Sein Namensvetter und Ex-Raiders-Spieler Dominique Shelton macht den Ball für die Thunder fest. Offensiv ist von Berlin im zweiten Viertel kaum etwas zu sehen. Wenige Sekunden vor Pausenpfiff gelingt immerhin noch ein Field Goal. Es geht mit 17:10 für die Österreicher in die Kabinen.

Tiroler dominieren in Halbzeit zwei

Die zweite Halbzeit wird zur klaren Angelegenheit. Kurz nach der Pause schlagen die Tiroler abermals zu. Ruben Seeber besorgt nach Pass aus kurzer Distanz den ersten Passing Touchdown – 24:10 für die Raiders.

Und dann setzt auch Shelton sein erstes ganz großes Highlight mit einem langen Touchdown-Pass für Lukas Fink. Arno Schwarz verfehlt den Extrapunkt und verpasst kurz vor Ende des dritten Viertels per Field Goal die Chance auf eine noch höhere Führung. Im Schlussviertel legt Adrian Platzgummer noch einen Touchdown nach. Die Raiders Tirol gewinnen in Berlin mit 37:10.

Halbfinale gegen Hamburg, Vikings empfangen Barcelona

Die Raiders qualifizieren sich durch den Sieg am letzten Spieltag für das Playoff-Halbfinale und treffen dort auswärts auf die Hamburg Sea Devils. Der Vorjahresfinalist beendet den Grunddurchgang nach dem 24:21-Last Minute Sieg über die Barcelona Dragons am Samstag mit elf Siegen aus zwölf Spielen als beste Mannschaft.

Die Vienna Vikings, die im bedeutungslosen letzten Spiel gegen die Panthers Wroclaw Kräfte schonen und mit 6:42 untergehen, treffen als zweitbestes Team der Regular Season im Halbfinale daheim auf die Barcelona Dragons. Beide Spiele gibt es kommendes Wochenende live und exklusiv auf PULS 24 zu sehen.

Die weiteren Ergebnisse von Week 14: Cologne Centurions – Istanbul Rams 43:30, Frankfurt Galaxy - Stuttgart Surge 37:13, Rhein Fire Düsseldorf - Leipzig Kings 31:34

Maximilian PatakQuelle: Redaktion