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Europäischer Schwimm-Verband weist Vorwürfe zurück

04. Mai 2020 · Lesedauer 2 min

Der Europäische Schwimmverband LEN hat Vorwürfe gegen einen Spitzenfunktionär wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten zurückgewiesen. Die vorgebrachten Vorwürfe seien haltlos. Bei den Vorwürfen geht es um angeblich nicht zu erklärende Zahlungen an unbekannte Firmen.

Der Europäische Schwimmverband LEN hat Vorwürfe gegen einen Spitzenfunktionär wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten zurückgewiesen. Die vorgebrachten Vorwürfe seien haltlos. Bei den Vorwürfen geht es um angeblich nicht zu erklärende Zahlungen an unbekannte Firmen.

Unterlagen, die an Staatsanwälte in der Schweiz und in Italien übermittelt wurden, sollen Zahlungen von der LEN an drei italienische Unternehmen belegen, für die die entsprechend vermerkten Dienstleistungen nie erbracht worden seien. Nach Recherchen der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", der englischen "Sunday Times" und des australischen "Daily Telegraph" gehört eines der Unternehmen mehrheitlich einem führenden LEN-Funktionär.

Dieser soll zusammen mit zwei Kollegen eine Vereinbarung zwischen der LEN und der Firma Elevan über Beratungstätigkeiten im Zusammenhang mit TV-Rechten unterzeichnet haben. Bei den drei vergangenen Verträgen mit der Europäischen Rundfunkunion (EBU) soll es den Angaben von LEN-Funktionär Bartolo Consolo zufolge um insgesamt 2,3 Millionen Euro gehen, wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" berichtete.

Consolo, von 1990 bis 2008 Präsident der LEN, war 2019 einem anonymen Hinweis auf diese finanziellen Unregelmäßigkeiten nachgegangen. Zudem waren an zwei weitere in Italien als Immobiliengesellschaften geführte Firmen wohl mehrere Honorare zwischen 20.000 und 24.400 Euro gezahlt worden. Eine der Firmen befindet sich mehrheitlich im Besitz des LEN-Funktionärs. Er äußerte sich auf Nachfrage nicht.

Quelle: Agenturen