APA - Austria Presse Agentur

Erneuter Weltcup-Sieg von Steu/Koller - Egle in Altenberg 4.

05. Dez 2020 · Lesedauer 2 min

Österreichs Elite im Kunstbahn-Rodeln hat am Samstag in Altenberg an das starke Abschneiden eine Woche davor beim Weltcup-Auftakt in Igls angeschlossen. Thomas Steu/Lorenz Koller gewannen auch das dritte Saisonrennen der Doppelsitzer und führen die Weltcupwertung damit klar an. Ihre Landsleute und Igls-Zweiten Yannick Müller/Armin Frauscher überzeugten als Sechste erneut. Im Frauen-Einsitzer holte Madeleine Egle als Vierte einen weiteren ÖRV-Spitzenplatz.

Steu/Koller feierten bei ihrem siebenten Weltcupsieg ihren dritten Alternberg-Sieg in Folge, nachdem sie einen Rückstand von acht tausendstel Sekunden nach Lauf eins in einen ebensolchen Vorsprung verwandelten. Die zweimal zweitbeste Laufzeit reichte dem ÖRV-Duo zum dritten Sieg im dritten Saisonrennen, nachdem sie in Igls den regulären Doppelsitzer-Bewerb sowie das Sprintrennen gewonnen haben. Der Vorarlberger und der Tiroler siegten, obwohl sie beide Läufe nicht optimal erwischt haben.

Die acht Tausendstel Rückstand der 26-jährigen Steu/Koller fassten die Lokalmatadore Toni Eggert/Sascha Benecken aus, die Führenden nach Lauf eins. Ihre deutsche Landsleute Tobias Wendl/Tobias Arlt, die Olympiasieger von Pyeongchang 2018, lagen lediglich 0,019 hinter den österreichischen Seriensiegern. Müller/Frauscher verloren 0,343 Sek. auf Steu/Koller und liegen im Weltcup gleichauf mit Eggert/Benecken auf Rang drei. Steu/Koller haben da schon 119 Punkte Vorsprung auf Wendl/Arlt.

"Die Läufe waren nicht perfekt, wir haben uns viele kleine Fehler erlaubt", sagte Steu im Sieger-Interview. "Toni (Eggert, Anm.) hat im Training die Kurve 9 viel besser erwischt. Wir haben gewusst, dass es ein sehr knappes Rennen wird, aber es hat gereicht." Koller verwies auf die Leistung trotz Steus in der vergangenen Saison erlittenen Schien- und Wadenbeinbruch: "Unsere Entwicklung passt, es geht von Woche zu Woche was weiter. Wir sind top motiviert und überglücklich."

Im Frauen-Einsitzer war Egle nach dem ersten Lauf auf Rang drei gelegen, ihren ersten Weltcup-Podestplatz verfehlte sie schließlich um eine knappe Zehntel. "Der Speed passt sehr gut. Es sind noch ein paar Kleinigkeiten dabei, die Zeit kosten", sagte die Tirolerin. Die Russin Tajana Iwanowa feierte ihren 15. Weltcupsieg, die deutsche Lokalmatadorin Natalie Geisenberger musste sich um 0,113 Sek. geschlagen geben. Rang drei ging mit Jekaterina Katnikowa an eine weitere Russin (+0,200).

ÖRV-Chefcoach Rene Friedl resümierte positiv: "Den Doppelsitzern kann man nur gratulieren, sie haben an die Leistungen von Innsbruck angeschlossen, das ist absolut beeindruckend. Bei den Damen passt die Richtung ebenfalls. Wir sind in Schlagdistanz zu den Medaillen." Für die Sonntag-Bewerbe im Männer-Einsitzer (9.35 Uhr) sowie in der Teamstaffel (13.15, jeweils live ORF Sport +) zeigte sich der Coach zuversichtlich. "Vom Speed sind wir sicher gut dabei."

Quelle: Agenturen