APA - Austria Presse Agentur

Englischer Verband verurteilt Rassismus nach vergebenen Elfmetern

12. Juli 2021 · Lesedauer 2 min

Nach rassistischen Beleidigungen gegen die beim Elfmeterschießen im EM-Finale erfolglosen Profis Bukayo Saka, Marcus Rashford und Jadon Sancho hat sich der englische Fußballverband gewehrt.

Der 19-jährige Bukayo Saka hatte beim Elfmeterschießen gegen Italien daneben geschossen und war daraufhin auf sozialen Medien wie etwa seinem Instagram-Account einem Schwall von rassistischen Beleidigungen und Beschimpfungen ausgesetzt gewesen.

Außerdem wurde das Netz mit allgemeinen rassistischen Beleidigungen und sogar Gewaltaufrufen überflutet. Bisher unbestätigten Berichten zufolge soll es auch zu gewaltsamen Übergriffen auf Menschen schwarzer Hautfarbe gekommen sein.

"Die FA verurteilt alle Formen von Diskriminierung und ist erschüttert über den Rassismus online, der in den sozialen Netzwerken auf einige unserer England-Spieler zielt", hieß es in einer in der Nacht zu Montag verbreiteten Stellungnahme.

"Wir könnten nicht deutlicher machen, dass jeder, der hinter solch widerlichem Verhalten steckt, als Anhänger unseres Teams nicht willkommen ist. Wir werden tun, was wir können, um die betroffenen Spieler zu unterstützen und drängen zugleich auf die härtest möglichen Strafen für jeden, der verantwortlich ist", schrieb die FA weiter.

Nach Angaben der US-Nachrichtenagentur AP ermittelt die Londoner Polizei wegen "beleidigender und rassistischer" Nachrichten in den sozialen Netzwerken.

Der 19 Jahre alte Saka vom FC Arsenal hatte im verlorenen Finale gegen Italien den letzten Elfmeter vergeben. Zuvor hatten bereits der 23 Jahre alte Rashford von Manchester United und der 21 Jahre alte Sancho verschossen. Nur die beiden ersten Schützen Englands trafen ihre Versuche. Italien gewann das Elfmeterschießen 3:2.

Sancho und Rashford waren von Trainer Gareth Southgate erst kurz vor dem Ende der Verlängerung eingewechselt worden.

Die Nationalmannschaft Englands war vor jedem Spiel bei der EM auf ein Knie gegangen, um gegen Rassismus und Diskriminierung zu protestieren.

Quelle: Agenturen / Redaktion / hos/APA