Embacher am Kulm knapp von Prevc geschlagen
Embacher lag vor 13.000 Fans nach dem ersten Durchgang noch 6,5 Punkte vor Prevc, im Finale überflügelte der Slowene den Tiroler aber noch und feierte seinen zwölften Saisonsieg. "Ich glaube, dass ich heute nicht viel mehr machen habe können. 1,1 Punkte, das ist gar nichts", sagte Embacher. Der Tournee-Dritte wurde von einem Problem mit seinem Sprungschuh, der vor dem ersten Durchgang mit Superkleber notdürftig repariert werden musste, etwas aus der Bahn geworfen. "Ich bin gefühlt mit dem Puls gar nicht mehr runtergekommen, das hat mich schon ein bisschen mitgenommen, weil es doch nicht so ungefährlich war. Es ist Gott sei Dank alles gut gegangen, und ich habe coole Sprünge zeigen können."
Er habe sich trotz der Probleme mit der Ausrüstung sehr gut gehalten. "Es war ein bisschen eine Hektik drinnen, ich habe mich aber nicht drausbringen lassen", so Embacher. Dass er wie schon am Bergisel eine Halbzeitführung hergegeben habe, sei hauptsächlich der Überform von Prevc geschuldet. "Ich kann nur den Hut vor ihm ziehen, er hat eine richtige Granate rausgelassen, weil meiner war auch nicht schlecht." Sein überfälliger erster Sieg ist wohl nur eine Frage der Zeit, die erste Möglichkeit hat er im zweiten Einzelbewerb am Sonntag. "Das wird schon irgendwann kommen, gute Dinge müssen passieren", sagte Embacher.
Sein zwei Jahre älterer Zimmerkollege Schuster landete gleich beim Flugdebüt völlig überraschend auf dem Stockerl. "Das freut mich extrem. Ich hätte mir das nie gedacht, dass ich beim ersten Mal so gut ins Fliegen komme. Ich habe einen super Wettkampf gemacht. Dass es mit dem ersten Podium funktioniert, ist ein Wahnsinn, ich freue mich extrem", sagte der Bruder von Salzburg-Kicker Jannik Schuster.
Zusammenfassung
- Der 20-jährige Tiroler Stephan Embacher verpasste am Kulm seinen ersten Weltcupsieg nur um 1,1 Punkte und musste sich nach Halbzeitführung dem slowenischen Saisondominator Domen Prevc geschlagen geben.
- Embacher lag vor 13.000 Fans nach dem ersten Durchgang noch 6,5 Punkte vor Prevc, wurde aber im Finale überholt, während das ÖSV-Trio Schuster, Tschofenig und Ortner mit über 30 Punkten Rückstand die Plätze drei bis fünf belegte.
- Trotz eines vor dem ersten Durchgang notdürftig reparierten Sprungschuhs zeigte Embacher starke Sprünge und bleibt optimistisch, dass sein erster Sieg nur eine Frage der Zeit ist.
