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EM-Doppel-Medaille für Habesohn/Gardos und Polcanova fix

17. Aug. 2022 · Lesedauer 3 min

Die Österreicher Daniel Habesohn/Robert Gardos sowie Sofia Polcanova mit der Ungarin Bernadette Szocs haben im Doppelbewerb der Tischtennis-EM in München eine Medaille fix. Gardos/Habesohn besiegten am Mittwoch im Viertelfinale die deutschen Dang Qiu/Benedikt Duda 3:2 (8,10,-5,-9,11), Polcanova/Szocs die Portugiesinnen Fu Yu/Jieni Shao 3:0 (8,6,9). Semifinale und Finale werden jeweils am Donnerstag ausgetragen, der dritte Platz nicht ausgespielt.

"Ich hätte schon lieber kürzer gespielt, aber wir wussten, die können noch einmal eins draufgeben und das haben sie auch gemacht. Aber am Ende hat es gereicht und wir haben auch verdient gewonnen", meinte Gardos im TV-Interview auf ORF Sport +. Habesohn hat mit der sicheren Bronzemedaille noch nicht genug: "Toll natürlich, aber wir wollen noch eine Goldene. Es ist natürlich superschön, wir spielen schon sehr lange zusammen. Wir haben schon zwei Titel und ich habe zum Robbie vorhin gesagt, 'wir gehen jetzt auf den dritten'", lautete die Kampfansage von Habesohn.

Habesohn/Gardos führten bereits mit 2:0 in Sätzen, die Deutschen erzwangen allerdings einen Entscheidungssatz. Diesen konnte das ÖTTV-Duo hauchdünn mit 13:11 für sich entscheiden. Für die beiden Österreicher ist es bereits die fünfte Medaille in einem EM-Doppelbewerb. Zwei Mal Gold (2012, 2018) und zwei Mal Silber (2013,2015) standen bisher zu Buche. Für Gardos wie auch Polcanova ist es die bereits zweite Medaille bei diesen Titelkämpfen, nachdem sie gemeinsam Mixed-Bronze geholt hatten.

Polcanova/Szocs hatten zunächst das polnische Duo Natalia Partyka/Natalia Bajor im Achtelfinale 3:0 besiegt und sind sehr stark unterwegs. Karoline Mischek unterlag mit ihrer britischen Partnerin Tin-tin Ho im Achtelfinale dem Duo Hana Matelova/Barbora Balazova (CZE/SVK) deutlich mit 0:3. Für Polcanova/Szocs geht es gegen die spanisch-rumänische Paarung Maria Xiao/Adina Diaconu um den Finaleinzug, für Gardos/Habesohn gegen die Franzosen Alexis und Felix Lebrun.

Im Einzelbewerb der Frauen setzte sich Polcanova im 1/32-Finale souverän mit 4:0 gegen die Türkin Özge Yilmaz durch. Auch Karoline Mischek erreichte nach einem 4:1-Erfolg über Sibel Altinkaya (TUR) die nächste Runde. Amelie Solja schied nach einer knappen 3:4-Niederlage gegen die Slowakin Tatiana Kukulkova aus.

Bei den Männern hatte Andreas Levenko am Abend die Sensation auf dem Schläger: Er führte gegen Doppel-Weltmeister Mattias Falck (SWE-15) schon mit 2:0 und hatte einen Satzball zum 3:1, verlor aber am Ende noch mit 2:4-Sätzen. Ausgeschieden ist auch Robert Gardos, der in Hauptrunde eins dem Belgier Cedric Nuytinck mit 1:4 unterlag, davor aber drei Satzbälle zum 2:2 in Sätzen ausgelassen hatte. Daniel Habesohn feierte gegen Anders Lind aus Dänemark einen 4:1-Erfolg.

Quelle: Agenturen