APA - Austria Presse Agentur

Corona vor Cupspiel in Sturm-Köpfen "stärker verankert"

27. Aug 2020 · Lesedauer 3 min

Corona ist bei Sturm Graz vor dem ersten Saison-Pflichtspiel in der 1. Cup-Runde gegen den SV Innsbruck am Freitag (20.30 Uhr) aufgrund zweier positiver Fälle im Club größeres Thema als andernorts gewesen. "Es war für das ganze Team eine Situation, die man im Kopf erst wegstecken muss. Das Thema war nach den positiven Fällen in den Köpfen natürlich stärker verankert", sagte Coach Christian Ilzer.

Corona ist bei Sturm Graz vor dem ersten Saison-Pflichtspiel in der 1. Cup-Runde gegen den SV Innsbruck am Freitag (20.30 Uhr) aufgrund zweier positiver Fälle im Club größeres Thema als andernorts gewesen. "Es war für das ganze Team eine Situation, die man im Kopf erst wegstecken muss. Das Thema war nach den positiven Fällen in den Köpfen natürlich stärker verankert", sagte Coach Christian Ilzer.

Der eine Akteur mache sich dabei klarerweise mehr Gedanken als der andere. Mittlerweile liegt der volle Fokus aber wieder auf dem sportlichen Geschehen. "Alle Spieler fühlen sich gesund und auch den beiden Erkrankten geht es mittlerweile sehr gut", gab Ilzer Einblick. Einer davon kann bereits am Freitag wieder mit der Mannschaft trainieren. "Wer mich kennt, weiß, dass ohne Training ein Matcheinsatz für mich nicht infrage kommt", betonte der Steirer, ohne Namen zu nennen. Der zweite Akteur soll am Dienstag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Alle am Mittwoch durchgeführten Corona-Tests waren übrigens negativ.

Neben dem Duo muss Ilzer gegen Innsbruck auch auf den nach seinem Kreuzband- und Meniskusriss bereits operierten Linksverteidiger Vincent Trummer verzichten. "Er ist ein richtig großes Talent und ich bin überzeugt, dass er gestärkt zurückkommen wird", so Ilzer.

Der Ex-Austria-Coach wird seinen Herzensclub Sturm am Freitag erstmals in der Merkur Arena coachen. "Das erste Pflichtspiel als Sturm-Trainer wird ein ganz spezieller Moment für mich sein", betonte der 42-Jährige. "Sehr intensive" Wochen hat er bei seinem neuen Arbeitgeber hinter sich. "Wir haben in Ruhe an der Mannschaftsentwicklung gearbeitet und sind an einem guten Punkt", ist Ilzer guter Dinge.

Viertligist Innsbruck wurde in den bisherigen drei Ligaspielen, in denen es einen Sieg, ein Remis und eine Niederlage gab, genau beobachtet und soll nicht zum Stolperstein werden. "Ich erwarte einen fokussieren, konzentrierten und souveränen Auftritt meiner Mannschaft", gab der Sturm-Coach die Marschroute vor.

Sein Team konnte in der Vorbereitung allerdings noch nicht in allen Bereichen vollauf überzeugen. "Mit der Defensive bin ich zufrieden, auch wie sie personell zusammengesetzt ist. Aus dem Mittelfeld kommen wir gut nach vorne, in der finalen Phase brauchen wir noch mehr Entschlossenheit, aber auch das richtige Timing", analysierte Ilzer. Seine Suche nach Führungsspielern im Team ist nach eigenen Angaben "noch nicht abgeschlossen".

Sturm darf am Freitag gegen SV Innsbruck nur die per Verordnung festgeschriebenen 1.250 Zuschauer ins Stadion lassen. Das berichtete das ORF-Fernsehen am Donnerstag, nachdem am Vortag die Pläne der Grazer, über 7.000 Fans Eintritt gewähren zu wollen, Irritationen gestiftet hatten. Die verfügbaren Plätze würden verlost, hieß es. Die Grazer hatten im Vorfeld des Spiels ein ausgeklügeltes Konzept vorgelegt, das unter anderem die strikte Trennung von Sektoren und die Registrierung der Besucher vorsah, die Grazer Behörden hatten dieses abgenommen. So hätten theoretisch über 7.200 Zuschauer in der Merkur Arena Platz nehmen sollen. Auch Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) stand hinter den Plänen.

Sturm Graz regierte am Donnerstagabend verärgert auf das Vorgehen des Gesundheitsministeriums. Das von der Stadt Graz bereits per rechtsgültigem Bescheid genehmigte und als "sehr gewissenhaft bezeichnete" Präventionskonzept des Vereins sei nur wenige Stunden vor Anpfiff des Cupspiels "der willkürlichen Bürokratie des Ministeriums" zum Opfer gefallen, hieß es.

"Wir haben in den letzten Wochen für die Erstellung unseres Sicherheitskonzepts extremen Aufwand betrieben und enorme Kosten dafür getragen", betonte Sturms Wirtschafts-Geschäftsführer Thomas Tebbich. "Ohne Planungssicherheit ist es unmöglich, einen Verein sorgfältig zu führen. Vor allem, wenn man bereits eine behördliche Bestätigung in den Händen hält."

Quelle: Agenturen