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Causa Kühbauer: Verfahren nach rassistischem Ausraster?

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Die Bundesliga prüft derzeit, ob die rassistischen Beleidigungen von Kühbauer sportrechtliche Konsequenzen zur Folge haben können.

LASK-Trainer Dietmar Kühbauer drohen nach seinen rassistischen Beleidigungen im Rahmen eines Testspiels gegen Wisla Krakau sportrechtliche Konsequenzen. Zumindest wird von Seiten der österreichischen Bundesliga und des ÖFB geprüft, ob ein Verfahren eingeleitet werden kann.

Dies ist im konkreten Fall nicht gänzlich unkompliziert, wie David Reisenauer der Vorstand Spielbetrieb der Bundesliga auf Nachfrage von LAOLA1 erläutert: "Nachdem das Spiel in der Türkei stattgefunden hat, sind wir derzeit mit dem ÖFB in Austausch, was die Zuständigkeit in Österreich betrifft. Derzeit ist noch nicht geklärt, ob wir überhaupt ein Verfahren einleiten dürfen."

Zuständigkeit in Österreich oder der Türkei?

Diesbezüglich wartet die Liga auf die finale Rückmeldung, was die Bestimmungen konkret besagen. Zusätzlich könnte der Fall eintreten, dass auch die FIFA zu Rate gezogen werden muss. "Internationale Freundschaftsspiele finden auf Basis der FIFA-Bestimmungen statt, die regeln, wie sie abgewickelt werden müssen. Sie müssen angemeldet werden, diverse Parteien müssen solche Spiele genehmigen", erläutert Reisenauer.

Entsprechend steht die Prüfung der Zuständigkeit aus, wenn etwas wie in dieser Causa passiert: "Die Frage ist, ob der türkische Verband die Zuständigkeit hat, ein etwaiges Verfahren einzuleiten, oder ob wir in Österreich die Zuständigkeit haben."

Deplatziert und verletzend

Diese Frage beschäftigt die Bundesliga derzeit zu Genüge. Deren Beantwortung wurde notwendig, weil Kühbauer im Rahmen des LASK-Camps in Belek beim Test gegen Krakau in der 37. Minute seinen Emotionen mit einer Schimpftirade freien Lauf ließ:

"Was is mit den Belämmerten? Sind die noch dicht? It’s a friendly game. Hey, we play a friendly game, du Shithead, du. Okay? Shithead. Shut the fuck up. Räudiges Volk. Drecksvolk."

Didi Kühbauer

Sollte in Österreich ein Verfahren gegen den 51-Jährigen eingeleitet werden, wird selbiges entweder beim Senat 1 (Strafausschuss) oder beim Ethikkomitee landen.

 

LASK sanktioniert Kühbauer

Intern wurde Kühbauer bereits sanktioniert, wie der LASK gegenüber dem "Standard" bestätigt: "Die Aussagen entsprechen nicht unseren Werten. Daher haben wir sie intern in aller Deutlichkeit und entsprechenden Härte besprochen und sanktioniert. Mit der vorangegangenen Entschuldigung und Einsicht unseres Cheftrainers ist die Angelegenheit für uns erledigt." Ob Bundesliga und ÖFB den Fall auch als erledigt betrachten oder ein Verfahren einleiten (können), wird sich weisen.

Hinweis: Dieser Artikel ist zuerst auf laola1.at erschienen.

ribbon Zusammenfassung
  • Kühbauer ließ im Rahmen des LASK-Camps in Belek beim Test gegen Krakau in der 37. Minute seinen Emotionen mit einer Schimpftirade freien Lauf.
  • Die Bundesliga prüft derzeit, ob die rassistischen Beleidigungen von Kühbauer sportrechtliche Konsequenzen zur Folge haben können.