Bundesliga-Strafsenat vertagt Entscheidung in Rapid-Causa
Beim 348. großen Wiener Derby am 15. Februar bei der Austria waren aus dem Rapid-Fansektor in den finalen Spielminuten Böller und andere pyrotechnische Gegenstände aufs Feld geflogen und auch im angrenzenden Sektor gelandet. Die Partie wurde vom Referee für rund zehn Minuten unterbrochen. Die Austria gewann das Spiel 2:0. Zwei Personen wurden laut Polizeiangaben durch pyrotechnische Gegenstände verletzt, außerdem gab es 117 Anzeigen - 21 strafrechtliche und 96 verwaltungsrechtliche.
Rapid traf am Tag nach den Vorkommnissen eine erste Entscheidung. Als eine erste konkrete Maßnahme wird der Club bei Auswärtsderbys bis auf Weiteres davon Abstand nehmen, das Kartenkontingent für den Gästesektor abzurufen. Diese Entscheidung werde zumindest für die kommenden drei Jahre gelten, konkretisierte der Verein wenige Tage später.
Zusammenfassung
- Der Strafsenat der Fußball-Bundesliga hat die Entscheidung zu den Vorfällen beim 348. Wiener Derby am 15. Februar vertagt und wird das Urteil am Dienstag verkünden.
- Rapid drohen eine Heimsektorsperre für drei Spiele, eine Geldstrafe von bis zu 150.000 Euro oder Geisterspiele, nachdem aus dem Rapid-Fansektor Böller und Pyrotechnik aufs Spielfeld geworfen wurden, was zu einer zehnminütigen Unterbrechung führte.
- Nach den Vorfällen, bei denen zwei Personen verletzt und 117 Anzeigen erstattet wurden, kündigte Rapid an, für mindestens drei Jahre keine Gästekartenkontingente bei Auswärtsderbys mehr abzurufen.
