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Biathlon-Frauen-Staffel bei Olympia-Premiere auf Platz 9

16. Feb. 2022 · Lesedauer 3 min

Österreichs Biathlon-Frauen haben ihr Olympia-Debüt in der Staffel im Rahmen ihres derzeitigen Leistungsvermögens gegeben. Nach drei Strafrunden stand am Mittwoch Platz neun zu Buche, 4:03,7 Minuten hinter Olympiasieger Schweden. Silber ging an die Athletinnen aus Russland (+12 Sek.), Bronze an Deutschland (+37). Mit dem Massenstart hat Lisa Hauser in Zhangjiakou noch eine letzte Medaillenchance, Österreichs Aushängeschild wird in der Loipe aber von Fragezeichen begleitet.

In der Besetzung Dunja Zdouc, Hauser, Anna Juppe und Katharina Innerhofer glückte der Start. Die nach langwieriger Corona-Pause verspätet nach China gereiste Zdouc blieb am Schießstand fehlerfrei, verlor dann aber auf der letzten Runde im Laufen gut 45 Sekunden und übergab nur als 15. an Hauser.

"Ich habe geschaut, dass ich mich irgendwie zur Übergabe rette und nicht zu viel Zeit verliere. Weil ich einfach gemerkt habe: lang darf das Rennen nicht mehr dauern, das war schon richtig am Limit", sagte die in Tirol lebende Kärntnerin Zdouc, die nach ihrem 6-km-Auftritt minutenlang völlig ausgepowert im Ziel lag. "Es hat sich angefühlt wie 20 Laktat in den Füßen. Ich wollte aufstehen, aber es ist nicht gegangen."

Hauser musste einmal nachladen, machte acht Plätze gut und übergab als Siebente an Juppe. Mit den schnellsten Läuferinnen aber konnte die Tirolerin erneut nicht mithalten. "Ich bin fast erschrocken, dass die Russin (Kristina Rezowa, Anm.) so eine gute Laufzeit gehabt hat", sagte die Massenstart-Weltmeisterin. "Auf sechs Kilometern eine Minute zu verlieren, ist zu viel, da stellen sich bei mir gerade einige Fragezeichen auf."

Hauser ist wie Innerhofer im abschließenden Massenstart am Samstag am Start. Ihre gute Freundin Julia Schwaiger fehlte am Mittwoch als etatmäßige Nummer drei. Statt ihr absolvierte die 22-jährige Juppe einen läuferisch ansprechenden, mit zwei Strafrunden im Liegend-Schießen aber auch unglücklichen Auftritt. "Die Trainer treffen die Entscheidungen, wir Athleten haben da nichts mitzureden. Sie haben sich sicher ihren Teil dabei gedacht", sagte Hauser zur Aufstellung.

Innerhofer führte das ÖOC-Team von Platz 15 noch auf das angestrebte einstellige Ergebnis. Die im Liegend-Anschlag bei dieser Olympia-Ausgabe weiter komplett fehlerfreie Salzburgerin musste nach dem Stehend-Schießen ein insgesamt drittes Mal in die Strafrunde.

Linn Persson, Mona Brorsson und die Schwestern Hanna und Elvira Öberg setzten sich letztlich souverän vor den Russinnen durch. Einzel-Olympiasiegerin Denise Herrmann rettete Bronze für Deutschland vor heraneilenden Norwegerinnen, die nach zwei Strafrunden von Superstar Tiril Eckhoff einen Großteil des Rennens in Jäger-Position verbringen mussten.

Quelle: Agenturen