Best-of-five bei Majors? Tennis-Frauen uneinig
"Ich fühle mich körperlich wirklich stark und ich bin ziemlich sicher, dass mein Körper das verkraften würde", ergänzte Sabalenka, die übrigens ihre Verlobung mit Georgios Frangulis verkündete. Swiatek hingegen hat eine ganz andere Meinung. "Das ist ein komischer Ansatz in einer Welt, in der alles immer schneller wird", sagte die polnische Nummer zwei im WTA-Ranking. Sie sei nicht sicher, ob das Publikum das mögen würde. Zudem sei nicht sicher, ob man die Qualität über fünf Sätze aufrechterhalten könnte. "Männer sind physisch stärker und können besser damit umgehen."
Australian-Open-Siegerin Elena Rybakina sieht das ähnlich. "Ich würde nicht gern best-of-five spielen." Coco Gauff glaubt, sie würde davon zwar profitieren, aber: "Wenn sie es machen, dann wäre es mir lieber für das gesamte Turnier, nicht erst ab dem Viertelfinale." Das Format während des Turniers zu ändern, mache keinen Sinn. Die Idee wird übrigens auch vom neuen CEO des US-Tennisverbands, dem früheren Australian-Open-Turnierboss Craig Tiley, unterstützt. Er hatte argumentiert, dass Studien zeigen, dass das Interesse bei zunehmender Spieldauer steigen würde.
Zusammenfassung
- Bei den Tennis-Grand-Slam-Turnieren wird aktuell diskutiert, ob Frauen ab dem Viertelfinale im Best-of-Five-Format antreten sollen.
- Während Aryna Sabalenka als Weltranglisten-Erste das neue Format begrüßt und sich physisch dafür bereit fühlt, äußern Iga Swiatek und Elena Rybakina Bedenken hinsichtlich Spielqualität und Belastung.
- Der neue US-Tennisverbands-CEO Craig Tiley unterstützt die Idee und verweist auf Studien, laut denen das Zuschauerinteresse mit längerer Spieldauer steigt.
