APA - Austria Presse Agentur

Auch Sturm Graz und Altach wieder im Mannschafts-Training

16. Mai 2020 · Lesedauer 4 min

Einen Tag nach den meisten anderen Fußball-Bundesliga-Clubs sind auch Sturm Graz und der SCR Altach am Samstag in das erste Mannschaftstraining während der Corona-Pandemie eingestiegen. Sturm-Trainer El Maestro zeigte sich in Graz ebenso erfreut und erleichtert wie Altach-Coach Alex Pastoor im Ländle über die Fortführung der Saison Anfang Juni.

Einen Tag nach den meisten anderen Fußball-Bundesliga-Clubs sind auch Sturm Graz und der SCR Altach am Samstag in das erste Mannschaftstraining während der Corona-Pandemie eingestiegen. Sturm-Trainer El Maestro zeigte sich in Graz ebenso erfreut und erleichtert wie Altach-Coach Alex Pastoor im Ländle über die Fortführung der Saison Anfang Juni.

Nach zwei PCR-Tests, zuletzt am Donnerstag, gab es am Freitag bei Sturm Graz grünes Licht: Alle Tests waren negativ. Coach Nestor El Maestro versammelte erstmals seit 10. März wieder das gesamte Team zum Training.

Davor hatte Clubarzt Maximilian Kerl die Mannschaft noch einmal gesundheitlich instruiert und das Team auch auf die Vorreiterrolle in der Gesellschaft hingewiesen. Insgesamt rund 30 Personen haben sich auf dem Trainingsplatz in Messendorf eingefunden und waren mit viel Spaß dabei.

"Das war heute eine irrsinnige Freude, wie ein Festakt. Wir haben uns heute gefühlt wie Sechs- und Sieben-Jährige, die nach langer Zeit wieder einem Ball nachlaufen können", freute sich Kapitän Stefan Hierländer. Das Mannschaftstraining habe allen sehr gefehlt und sei essenziell für das Spiel. "Ich sehe es als Privileg, wieder in die Saison starten zu können, die Meisterschaft sportlich zu beenden, um am Ende des Tages eine faire Tabelle zu haben."

Auch Innenverteidiger Lukas Spendlhofer war voller Freude. "Das hat heute großen Spaß gemacht. Wir müssen jetzt die 18 Tage bis zum Meisterschaftsstart gut nützen." Sturm trifft am 3. Juni zum Auftakt der Meisterrunde zu Hause auf den WAC.

Coach El Maestro sprach von guter Arbeit in den vergangenen Wochen angesichts der Umstände. "Am Ende geht es darum, im Vergleich zum Gegner besser vorbereitet zu sein und ich hoffe, dass wir das geschafft haben." Das Training mit dem Ball hat ja nicht komplett ausgesetzt werden müssen. "Technisch haben meine Spieler nichts verlernt. Jetzt müssen wir aber gezielt arbeiten und uns an Zweikämpfe gewöhnen."

Eine klare Meinung haben natürlich alle im Hinblick auf den LASK. "Der LASK hat geschummelt, aber ich fühle mich nicht als Richter", sagte El Maestro und fügte hinzu, "wir haben alle damit zu kämpfen gehabt, bei diesen rigorosen Richtlinien die Truppe bei Laune zu halten. Wir haben aber mit dem Bewusstsein gearbeitet, dass alle anderen die gleichen Voraussetzungen haben. Wenn das nicht der Fall ist, so wie beim LASK, dann ist das eine Schummelei."

Hierländer sieht es genauso: "Es geht gegen den Fair-Play-Gedanken und das ist aufs Schärfste zu verurteilen. Es ist nicht fair gegenüber anderen Mannschaften, aber ich werde nicht die Strafe fällen." Spendlhofer sprach von "wieder einmal" einem negativen Highlight im österreichischen Fußball. "Wir sitzen alle in einem Boot, das war sehr egoistisch vom LASK."

Mit von der Partie im Training war auch Kiril Despodow. Der bulgarische Stürmer hatte sich im Februar einer Knöchel-Operation unterziehen müssen, ist aber laut Maestro "körperlich in einem sehr guten Zustand".

Auch der SCR Altach absolvierte am Samstag das erste Mannschaftstraining seit 12. März. Mit von der Partie waren auch die vor der Corona-Pause noch verletzten Philipp Netzer und Marco Meilinger, die im Saisonfinish wieder zur Verfügung stehen.

Trainer Alex Pastoor ließ seine Truppe in einer fast zweistündigen Einheit schwitzen und zeigte sich danach zufrieden. "Nach der langen Zeit war es ein gutes Gefühl, wieder mit der gesamten Mannschaft auf dem Platz stehen zu können. Die Jungs haben in den letzten Monaten viel Disziplin bewiesen und unsere Vorgaben umgesetzt. Umso schöner ist es jetzt, wieder gemeinsam trainieren zu können", erklärte der Niederländer. Man werde für den Neustart am 2. Juni gegen Mattersburg bereit sein, versprach Pastoor.

Quelle: Agenturen