APA/HERBERT NEUBAUER

Altach empfängt Admira zum Kellerduell

25. Feb. 2022 · Lesedauer 3 min

Der SCR Altach und die Admira haben die Bundesliga-Bühne am Wochenende vorerst für sich. Da die beiden Mannschaften mit dem Rennen um die Top sechs als Letzter und Vorletzter der Tabelle nichts mehr zu tun haben, darf in Vorarlberg schon am Samstag (17.00 Uhr) gespielt werden. Altach trachtet nach vielen Wochen mit vielen Rückschlägen nach einem Erfolgserlebnis. Die Admira könnte mit einem Dreier im "Ländle" wichtige Zähler für die Punkteteilung sammeln.

Gewinnt die Elf von Andreas Herzog in Altach, beträgt der Vorsprung auf den Konkurrenten bereits sieben Zähler. Altach gastiert in der letzten Runde des Grunddurchgangs dann in Salzburg, wo Zählbares wohl äußerst schwer einzuplanen ist. Die Admira spielt daheim gegen die Austria.

Herzog wollte die Tabellensituation "gar nicht groß thematisieren. Die Jungs sollen daran nicht denken, sondern mit einer gewissen Lockerheit in die Partie gehen". Der Admira-Coach will Elan und Leidenschaft von seinen Schützlingen sehen. "Eine Mannschaft, die vor dem Tor zielstrebig und konsequent ist." Immerhin sei die Admira seit fünf Auswärtsspielen ungeschlagen, führte Herzog an.

Zehn Runden warten die Südstädter jedoch bereits auf einen Erfolg. Fünf Niederlagen setzte es dabei. Der bis dato letzte Sieg stammt vom 2. Oktober, als Altach in Maria Enzersdorf mit 2:0 besiegt wurde. Die Bilanz der Vorarlberger ist noch schlechter: Acht Niederlagen in Folge sind es, die die Rheindörfler angesammelt haben. 1:16 Tore stehen in der Bilanz dieses Negativlaufs. Die Abstiegsgefahr ist in Altach seit Wochen zu spüren.

Ludovic Magnin setzt auf Steigerung Schritt für Schritt. "Für mich zählt, dass sich die Mannschaft noch einmal steigert. Das hat sie vom ersten zum zweiten Spiel (im Frühjahr, Anm.) getan. Wenn das wieder passiert, bin ich zuversichtlich, dass wir wieder einmal Punkte mitnehmen", sagte der seit der Winterpause als Trainer in Altach arbeitende Schweizer. Sich zu früh unter Druck zu setzen sei negativ, hielt Magnin fest. "Entscheidend ist, die Balance zu finden zwischen Erwartung und Realität. Aber ich wusste um diese Herausforderung."

Dennoch hielt der 42-Jährige in seinem Eingangsstatement auch eines fest: "Die Kernbotschaft ist, dass für uns ab morgen das Play-off beginnt. Wir können es uns nicht erlauben, noch zwei Spiele abzuwarten. Wir haben jetzt zwölf Endspiele." Ein Sieg gegen die Admira würde helfen - darauf fixieren wollte sich Magnin aber nicht. "Auch mit einem Unentschieden bist du noch im Geschäft", betonte er. Torhüter Tino Casali meinte: "Es geht darum, dass man die Vibes jetzt in die richtige Richtung bekommt."

Magnin und Herzog kennen sich aus wenigen gemeinsamen Tagen bei Werder Bremen. Als der Schweizer im Jänner 2002 an die Weser kam, war Herzog gerade am Kofferpacken. "Ich durfte mich immerhin sechs Tage mit einem solchen Spieler umziehen", sagte Magnin im Rückblick. Er habe Herzog als herzlichen Menschen kennengelernt. Einen praktischen Nutzen hatte dessen Abschied ebenfalls. "Als ich in Bremen angekommen bin, war nur hinter der Tür ein Platz frei, die habe ich dauern in die Fresse bekommen. Deshalb war ich froh, dass Andi im Jänner gegangen ist, dadurch konnte ich seine Box nehmen", scherzte Magnin.

Quelle: Agenturen