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18 Karat, versichert und innen hohl: Die Fakten zum WM-Pokal

17. Dez. 2022 · Lesedauer 3 min

Er ist wohl die bekannteste Trophäe weltweit: Der FIFA WM-Pokal. PULS 24 hat die interessantesten Fakten über das Prunkstück gesammelt, damit Sie beim Fußballabend am Sonntag glänzen können.

Modelmaße: 36,8 Zentimeter hoch und 6,175 Kilogramm schwer ist der WM-Pokal. Fünf Kilo davon sind pures 18-karätiges Gold. Das restliche Gewicht entfällt auf den Sockel. Innen ist der Pokal hohl, sonst würde er deutlich mehr Kilogramm auf die Waage bringen.

Jubelposen: Die Trophäe stellt zwei triumphierende und jubelnde Fußballer da, die die Hände in die Höhe strecken und die Weltkugel über die Köpfe halten.

Hoher (im)materieller Wert: Der Wert der Auszeichnung wird am aktuellen Goldwert gemessen. Das ist auch der Grund, warum der Pokal bei der heurigen WM in Katar offiziell mit rund 200.000 Euro am wertvollsten ist. Der immaterielle Wert der Trophäe ist natürlich unbezifferbar.

Aus Fehler gelernt: Der Pokal ist mit 230.000 Euro gegen Diebstahl gesichert. Die FIFA hat also anscheinend aus ihren Fehlern aus der Vergangenheit gelernt. Denn der "alte" WM-Pokal, der von 1930 bis 1970 verliehen wurde, ist zweimal (1966 und 1983) gestohlen worden. Der "Coupe Jules Rimet" gilt bis heute als verschollen.

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Nicht anfassen: Viele Leute haben den WM-Pokal noch nicht berührt. Nur Weltmeister oder Staatsoberhäupter dürfen den Pokal nämlich anfassen. Wenn FIFA-Mitarbeiter den Pokal transportieren, müssen sie weiße Handschuhe tragen.

An der Grenze ist Schluss: Die Original-Trophäe wird bei der offiziellen Siegerehrung der Siegermannschaft überreicht. Diese darf das Prunkstück behalten - jedoch nur bis zur Grenze des Austragungslandes. Dann wird die Trophäe nämlich durch eine vergoldete Replik aus Bronze ersetzt und der originale Pokal wieder nach Zürich gebracht.

Auch der Pokal hat ein Zuhause: Im Anschluss an die Fußball-WM wird die Trophäe wieder vor der Öffentlichkeit geschützt und zurück in den Tresor gebracht, der im FIFA World Football Museum in Zürich steht.

Nur Coca-Cola darf: Was den WM-Gewinnern nicht erlaubt ist, darf aber FIFA-Sponsor Coca-Cola. In einer PR-Tour darf der Getränkehersteller seit 2006 den originalen WM-Pokal ausstellen. Bis 2030 sollen so alle 211 Mitgliedsverbände der FIFA bereist werden, nimmt sich Coca-Cola vor.

Spickzettel auf Unterseite: Auf der Unterseite des Pokals werden ringförmig die Sieger der Weltmannschaften graviert. Da die Namen der Siegerländer immer in der Sprache des Siegerlandes graviert werden, stehen unter anderem "2014 Deutschland", "2010 Espana" oder "2006 Italia" auf dem Boden der Trophäe.

Rekord wird am Sonntag eingestellt: Die Mannschaft, die den neuen WM-Pokal seit 1974 am öftesten in die Höhe strecken durfte, ist Deutschland (1974, 1990, 2014). Mit drei Siegen führen sie die Liste an, dicht gefolgt von Argentinien, Frankreich, Brasilien und Italien mit jeweils zwei Siegen. Bei Brasilien und Italien fielen die übrigen WM-Siege noch in die Zeit des ersten WM-Pokals. Ab Sonntag wird sich Deutschland also den Rekord teilen müssen.

Thomas GolavcnikQuelle: Redaktion