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Xi zu Jubiläumsfeiern in Hongkong eingetroffen

30. Juni 2022 · Lesedauer 2 min

Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen sind Chinas Präsident Xi Jinping und seine Frau Peng Liyuan am Donnerstag in einem Zug in Hongkong eingetroffen. Xi will am Freitag an den Jubiläumsfeiern zur Rückgabe der ehemaligen britischen Kronkolonie Hongkong an China vor 25 Jahren teilnehmen. Mit der Reise in die chinesische Sonderverwaltungsregion hat er Festlandchina erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie vor mehr als zwei Jahren verlassen.

Seit der Rückgabe an China am 1. Juli 1997 sollte Hongkong eigentlich unter dem Grundsatz "Ein Land, zwei Systeme" regiert werden. Auch bekamen die sieben Millionen Hongkonger seinerzeit die Zusage, bis 2047 ein "hohes Maß an Autonomie" und viele politische Freiheiten genießen zu können. Als Reaktion auf anhaltende Proteste gegen die Regierung führte Peking jedoch vor zwei Jahren ein strenges Sicherheitsgesetz in der Finanzmetropole ein und schlug die Demokratie-Bewegung nieder.

Xi sagte nach seiner Ankunft, Hongkong habe in den vergangenen Jahren "große Herausforderungen" überstanden. Die Stadt sei "aus der Asche auferstanden", so der chinesische Staatschef. "Ein Land, zwei Systeme" erfreue sich "starker Vitalität". Sein Herz und das der Zentralregierung seien stets bei den Landsleuten in Hongkong gewesen.

Für Xi Jinping standen am Donnerstag ein Empfang mit Wirtschaftsvertretern und lokalen Politikern auf dem Programm, wie die Hongkonger Zeitung "South China Morning Post" berichtete. Auch wollte der Präsident einen Wissenschaftspark besuchen. Am Abend war ein Bankett mit der scheidenden Hongkonger Regierungschefin Carrie Lam geplant. Am Freitag soll Xi dann an den Jubiläumsfeiern teilnehmen, in deren Rahmen John Lee Hongkongs neuer Regierungschef vereidigt wird.

Wie die "South China Morning Post" weiter berichtete, wird der Präsident die Nacht voraussichtlich nicht in Hongkong verbringen, sondern in die chinesische Nachbarstadt Shenzhen zurückkehren, um dann am Freitag wieder nach Hongkong zu kommen. Um den Präsidenten vor einer möglichen Corona-Infektion zu schützen, mussten sich im Vorfeld der Feierlichkeiten rund 3.000 Gäste in Quarantäne begeben.

Quelle: Agenturen