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Ludwig: "Aufheben der Schutzmaßnahmen war ein Fehler"

09. März 2022 · Lesedauer 2 min

Das Aussetzen der Impfpflicht durch die Bundesregierung kommt an einem Tag, an dem laut EMS-Morgenmeldung über 50.000 Neuinfektionen gemeldet werden – Wiens Bürgermeister Michael Ludwig kritisiert die Lockerungen.

Um kurz vor 9 Uhr am Mittwochmorgen drückten Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) und Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) den Pause-Knopf bei der Impfpflicht. In drei Monaten werde erneut evaluiert.

Im dazugehörigen Expertenbericht warnt die Expertenkommission, dass im Herbst "sehr wahrscheinlich" eine neue, möglicherweise massive Corona-Welle zu erwarten ist. Sei man auf diese nicht entsprechend vorbereitet, könnte es wieder zu einschneidenden Maßnahmen bis hin zu Lockdowns kommen.

Am selben Tag werden über das EMS über 50.000 Neuinfektionen in Österreich gemeldet – die bereinigten Zahlen sind mit Stand 10.30 Uhr noch nicht vorhanden. Für Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) Grund für harsche Kritik an der Bundesregierung. Anders als der Bund, bleibt Wien noch bei vergleichsweise scharfen Maßnahmen.

"Gesundheit der Menschen muss immer an erster Stelle stehen"

Ludwig schreibt auf Twitter: "Das Aufheben der Schutzmaßnahmen war ein Fehler. Genau vor dieser Entwicklung habe ich immer gewarnt!" In Wien werde man den "konsequenten Weg" weiter beschreiten, so der Bürgermeister. Den Gesundheitsminister fordert Ludwig auf, "sich ernsthaft mit den hohen Fallzahlen und der sich daraus resultierenden sehr schwierigen Situation zu befassen! Denn die Gesundheit der Menschen muss immer an erster Stelle stehen!"

Quelle: Redaktion / moe