Wien-Wahl: Strache könnte Bezirksrat werden

12. Okt 2020 · Lesedauer 2 min

Das Team HC Strache könnte in einige Bezirksvertretungen einziehen. Strache selbst stand überall auf Platz 1.

Der frühere FPÖ-Chef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache wird mit ziemlicher Sicherheit nicht in den Wiener Gemeinderat einziehen. Laut den aktuellen Hochrechnungen ist er mit seiner neuen Partei, dem Team HC Strache, an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Allerdings könnte er Bezirksrat werden, falls er dies möchte. Denn die Partei wird wohl in einigen Bezirksparlamenten vertreten sein.

Noch gibt es keine Mandatszuteilungen, da auch die Auszählung der Briefwahlstimmen noch nicht abgeschlossen ist. Die Mandatsverteilung wird erst dann errechnet, wobei Faktoren wie die Anzahl der Wahlberechtigten und die Wahlbeteiligung berücksichtigt werden. Eine Eintrittshürde wie auf Gemeindeebene gibt es für die Bezirke aber jedenfalls nicht.

Favoriten, Donaustadt und Floridsdorf möglich

Somit ist noch nicht genau vorherzusagen, in welchen Bezirksvertretungen die HC-Partei sitzen wird. Allerdings, so ist im Rathaus zu vernehmen, wird die Partei in Bezirken, wo man um die fünf Prozent erringen konnte, wohl jedenfalls mit dabei sein. Das ist laut ORF-SORA-Hochrechnung etwa in Favoriten, der Donaustadt oder auch in Floridsdorf der Fall. Strache wird dann auswählen können: Er hat nämlich in allen 23 Bezirken kandidiert.

"Wir haben da noch gar nichts beratschlagt"

Eine Entscheidung ist in der Partei aber noch nicht gefallen. "Wir haben da noch gar nichts beratschlagt", sagte der Generalsekretär des Teams, Christian Höbart, am Montag auf APA-Anfrage. Man wisse noch nicht, wo es wie viele Mandate geben werde. Erst wenn dies bekannt sei, werde man entsprechende Entscheidungen treffen. Auch sei noch unklar, in welchen Bezirksvertretungen man nur über einzelne Bezirksräte verfügen werde und wo man auf Klubstärke komme, gab Höbart zu bedenken.

BIER muss nachnominieren

Auch die Bierpartei um Marco Pogo hat nach derzeitigem Stand 12 Bezirksmandate erreicht. Allerdings haben nur sechs Menschen dafür kandidiert. Damit müsste BIER nachnominieren.

Quelle: Agenturen / Redaktion / moe