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Wie Trump die Welt sieht: Vor U-Ausschuss posaunt er "Wahrheit" heraus

10. Juni 2022 · Lesedauer 2 min

Bevor selbst Tochter Ivanka ihrem Vater Donald Trump beim U-Ausschuss zum Kapitol-Sturm widersprach, meldete er selbst sich zu Wort. Auf seinem Twitter-Abklatsch "Truth Social" posaunte er seine "Wahrheit" in die Welt hinaus, längst widerlegte Wahl-Betrugsvorwürfe inklusive. Der Sturm aufs Kapitol sei kein Protest, sondern "die größte Bewegung" der USA gewesen, so der Ex-Präsident.

75 und kein bisschen leise: Während Trump in der ersten Anhörung beim Untersuchungsausschuss schwere Vorwürfe gemacht wurden, war er sich auf seiner Social-Media-Plattform "Truth Social" keiner Schuld bewusst. "Der 6. Januar war nicht nur ein Protest, er stellte die größte Bewegung in der Geschichte unseres Landes dar, um Amerika wieder großartig zu machen", relativierte der Ex-Präsident die Vorfälle, die am 6. Jänner fünf Menschen das Leben kosteten. Ein Polizist und vier Trump-Anhänger starben beim Sturm aufs Kapitol in Washington. 

Wahlen: "Manipulation" vs. "Bullshit"

Ebenfalls Thema beim U-Ausschuss waren die immer wieder wiederholten Vorwürfe Trumps, ihm sei die Wahl (Joe Biden wurde neuer Präsident) gestohlen worden. "Bullshit", nannte das Ex-Justizminister William Barr. "Es ging um eine Wahl, die manipuliert und gestohlen wurde, und um ein Land, das kurz davor stand, in die Hölle zu gehen", sagte hingegen Trump in seiner Variante der Vorfälle.

Von der von Trump "größte Bewegung" genannten Aktion kann man sich auch erneut selbst ein Bild machen. Das 6.-Jänner-Kommittee, wie der U-Ausschuss offiziell heißt, hat einen Zusammenschnitt des Kapitol-Sturms online gestellt. Auf Twitter natürlich, wo Trump einst 90 Millionen Follower hatte, bevor ihn die Plattform sperrte.

Marianne LamplQuelle: Redaktion / lam