Weseslindtner: Sollte sich Verhalten nicht ändern, wird Lockdown nötig

17. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Für Lukas Weseslindtner, Virologe an der MedUni Wien, wird es vom Verhalten der Menschen abhängen, ob ein weiterer Lockdown zu verhindern ist.

"Die Pandemie ist eine Naturkatastrophe", betont Weseslindtner im PULS 24-Interview. Der Virologe der MedUni Wien appelliert an die Menschen in Österreich: Es gelte jetzt "bestimmte Maßnahmen für uns und für die Gemeinschaft einzuhalten". Dann bräuchte es auch keinen Lockdown.

Eine Überlastung des Gesundheitssystems wäre für jeden Österreicher und jede Österreicherin, egal ob Covid-Patient oder nicht, "schwerwiegend", so Weseslindtner. Sollte sich das Verhalten im Großen jedoch nicht ändern, "wird nichts anderes überbleiben als eine drastische Maßnahme zu setzen, diese Fallzahl irgendwie zu drücken."

"Zauberlösung gibt es nicht" 

Eine "Zauberlösung" in der Corona-Pandemie gäbe es nicht, so der Virologe. Die Booster-Impfung empfiehlt Weseslindtner auch jenen Menschen, die nach zwei Impfungen bereits immun sind. "Es wird dadurch weniger gefährlich einen schweren Verlauf zu bekommen", so der Virologe. 

Auf eine Durchseuchung zu setzen, empfiehlt Weseslindtner keinesfalls. Aktuell sei gut ein Viertel der impfbaren Bevölkerung noch nicht immunisiert. "Wenn wir jetzt darauf warten, dass in der Gruppe die Immunität aufgebaut wird, können sie sich ausrechnen, dass das viele Monate so weiter gehen würde." Wenn man nicht aktiv dagegen steuert, würde das "katastrophale Auswirkungen" haben. 

Maximilian PatakQuelle: Redaktion