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Weniger Corona-Patienten: Fallen Lockdown und Sperrstunde?

22. Jan. 2022 · Lesedauer 2 min

Wie PULS 24 aus Wirtschafts- und Regierungskreisen erfuhr, berät die Regierung darüber, den Lockdown für Ungeimpfte sowie die Sperrstunde um 22 Uhr fallen zu lassen. Grund ist die Omikron-Variante, die zu weniger Corona-Patienten führt.

Es gibt seit Mittwoch keine gesicherten Corona-Zahlen mehr, da die Überarbeitung laut Gesundheitsministeriums wegen der hohen Fallzahlen nicht reibungslos möglich ist. Eines scheint aber sicher zu sein: Trotz hoher Infektionszahlen bleibt die Zahl der Menschen, die wegen Corona ins Spital müssen, relativ konstant.

Am Samstag waren laut der Agentur jedenfalls 1.109 Covid-Patienten in Spitälern davon 193 auf Intensivstationen und 916 auf Normalstationen. (Der Krisenstab veröffentlichte andere Zahlen.) Omikron ist also infektiöser, aber führt nach aktuellem Stand zu milderen Krankheitsverläufen.

Während etwa Großbritannien die Corona-Maßnahmen lockert, gelten in Österreich noch strenge Maßnahmen – so muss die Gastronomie etwa um 22 Uhr schließen und Ungeimpfte dürfen ihren Wohnort nur aus den bekannten Gründen verlassen. In Geschäften muss ein 2G-Nachweis erbracht werden, was von den Händlern mühsam kontrolliert werden muss.

Lockdown und Sperrstunde könnten fallen

Doch das könnte sich bald ändern: Angesichts der Omikron-Entwicklung wird laut Regierungskreisen derzeit überlegt, die frühe Sperrstunde und den Lockdown für Ungeimpfte fallen zu lassen, erfuhr PULS 24 aus Regierungs- und Wirtschaftskreisen. Schon nächste oder übernächste Woche könnte es so weit sein. Die Voraussetzung: Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen muss stabil bleiben.

Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) sagte kürzlich im PULS 24 Interview ebenfalls, dass der Lockdown für Ungeimpfte verfassungsgemäß "ehest möglich" enden muss, sobald die Corona-Zahlen das hergeben.

Beratungen über Quarantäne

Ebenfalls beraten wird laut PULS 24 Informationen über eine kürzere Quarantäne. Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) sprach sich zuletzt dafür aus und verwies auf die drohenden großen Ausfälle, die vor allem in der kritischen Infrastruktur, im Gesundheitsbereich und bei der Lebensmittelversorgung gefährlich wären. GECKO arbeite daran, sagte der Kanzler.

Von GECKO hieß es aber kurz danach, dass man sich von einer Freitest-Möglichkeit für dreifach Geimpfte schon nach drei Tagen "keine große Wirkung auf den Schutz der kritischen Infrastruktur" erwarte.

Fix ist jedenfalls, dass sich die Krisenkoordination für den Ausbau des PCR-Testsystems und der Spitalskapazitäten einsetzen will.

Quelle: Redaktion / koa