USA und Slowakei vereinbarten Atom-Kooperation
US-Energieminister Chris Wright sprach bei der Unterzeichnung von einer Stärkung der europäischen Energiesicherheit für die kommenden Jahrzehnte. Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico wertete das Abkommen als klares Signal, dass beide Länder eine gemeinsame strategische Vision für die Zukunft der Energie teilen. Dabei gehe es um Sicherheit, Nachhaltigkeit und technologische Ausgereiftheit.
Die Regierung in Bratislava verhandelt seit vergangenem Jahr mit dem US-Anlagenbauer Westinghouse über das Projekt, das etwa 13 bis 15 Mrd. Euro kosten soll. Der neue Block werde sich vollständig in Staatsbesitz befinden, gab Fico im Vorfeld bekannt. Angepeilt wird eine Leistung von 1.200 Megawatt, das ist mehr als das Doppelte der heutigen Atomkapazitäten des Landes.
Für die Slowakei ist die Kernkraft von zentraler Bedeutung. Das Land betreibt bereits fünf Reaktoren an zwei Standorten. Nach Daten der Internationalen Energieagentur (IEA) stammten zuletzt rund 62 Prozent der slowakischen Stromerzeugung aus Atomkraft. Damit liegt das Land innerhalb der EU beim Atomstrom-Anteil hinter Frankreich auf dem zweiten Platz. Westinghouse gehört dem kanadischen Uranproduzenten Cameco und dem Vermögensverwalter Brookfield.
Am Samstag trifft Fico auf seiner US-Reise Präsident Donald Trump in dessen Residenz Mar-a-Lago in Florida.
Zusammenfassung
- Die USA und die Slowakei haben ein Abkommen zum Bau eines neuen Atomreaktors am Standort Jaslovské Bohunice unterzeichnet, der rund 70 km von Österreich entfernt liegt.
- Das Projekt soll 13 bis 15 Mrd. Euro kosten, eine Leistung von 1.200 Megawatt erreichen und die slowakische Abhängigkeit von russischer Technologie verringern.
- Mit einem Atomstrom-Anteil von 62 Prozent liegt die Slowakei innerhalb der EU hinter Frankreich an zweiter Stelle.
