APA - Austria Presse Agentur

USA peilen G-7-Gipfel Ende Juni in Washington an

Mai 24, 2020 · Lesedauer 2 min

Die US-Regierung peilt als Termin für ein G-7-Gipfeltreffen in Washington nun Ende Juni an. Der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, Robert O'Brien, sagte am Sonntag dem Fernsehsender CBS: "Der G-7-Gipfel wird, wenn er als persönliches Treffen abgehalten wird - was wir glauben - Ende Juni stattfinden."

Man schaue derzeit auf einen Termin Ende statt Mitte Juni wegen der aufwendigen Logistik für ein solches Treffen, so O'Brien. Der US-Präsident ist in diesem Jahr Gastgeber des G-7-Gipfels. Ursprünglich war das Treffen der sieben führenden Wirtschaftsnationen für den 10. bis 12. Juni am Landsitz des Präsidenten in Camp David geplant gewesen. Im März hatte die US-Regierung den Gipfel wegen der Coronavirus-Pandemie jedoch abgesagt und stattdessen eine Videokonferenz angesetzt.

Am Mittwoch hatte Trump dann überraschend angekündigt, angesichts einer Erholung in der Corona-Krise denke er darüber nach, die Zusammenkunft doch als reales Treffen abzuhalten, am ursprünglich geplanten Termin oder an einem "ähnlichen Datum". Ein Teil des Gipfels könnte laut Trump in Camp David stattfinden, in erster Linie würde er aber im Weißen Haus veranstaltet.

Die US-Hauptstadt und ihr Großraum sind jüngsten Daten zufolge proportional besonders von Corona-Infektionen betroffen. O'Brien sagte jedoch, der Höhepunkt sei hier nahe oder bereits überschritten. "Wenn die Lage es zulässt - und wir glauben, das wird sie, würden wir den G-7 sehr gerne als persönliches Treffen abhalten", betonte O'Brien. Er glaube, dass auch die Staats- und Regierungschefs der G-7-Staaten ein persönliches Treffen einer Videokonferenz vorzögen. Bisher habe es "großartige Resonanz" auf Trumps Einladung gegeben. O'Brien versicherte, man werde sicherstellen, dass alle Teilnehmer auf das Virus getestet würden und es ein sicheres Umfeld für die Beratungen gebe.

Zu der "Gruppe der Sieben" gehören neben den USA Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada und Japan.

Quelle: Agenturen