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USA fordern Freilassung von Ex-Soldat aus russischer Haft

30. Mai 2020 · Lesedauer 2 min

Nachdem der wegen Spionagevorwürfen in Russland festgehaltene ehemalige US-Soldat Paul Whelan sich einer Notfall-Operation unterziehen musste, hat US-Außenminister Mike Pompeo dessen Freilassung verlangt. Es sei "inakzeptabel", dass Whelan erst medizinisch versorgt worden sei, als seine Situation bereits ernst gewesen sei, schrieb Pompeo am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Nachdem der wegen Spionagevorwürfen in Russland festgehaltene ehemalige US-Soldat Paul Whelan sich einer Notfall-Operation unterziehen musste, hat US-Außenminister Mike Pompeo dessen Freilassung verlangt. Es sei "inakzeptabel", dass Whelan erst medizinisch versorgt worden sei, als seine Situation bereits ernst gewesen sei, schrieb Pompeo am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter.

"Wir fordern Pauls Freilassung." Der 50-jährige Whelan habe sich am Donnerstag einer Notoperation wegen eines Leistenbruchs unterziehen müssen, nachdem er über "starke Bauchschmerzen" geklagt habe, sagte sein Bruder David Whelan am Freitag. Er wurde mittlerweile zurück ins Gefängnis gebracht. Dort erhalte er "jede notwendige medizinische Unterstützung", erklärte das russische Außenministerium.

Whelan, der neben der US-Staatsbürgerschaft auch die kanadische, irische und britische Nationalität besitzt, war im Dezember 2018 in Moskau verhaftet worden. Er soll mutmaßlich Staatsgeheimnisse überreicht bekommen haben.

Nach der Version seines Anwalts wurde Whelan Opfer eines Hinterhalts: Er habe damals von einem Bekannten einen USB-Stick erhalten und geglaubt, es befänden sich Urlaubsfotos auf dem Speichermedium. Whelan hatte sich während der vergangenen Monate beschwert, ihm werde in dem russischen Gefängnis eine medizinische Behandlung verwehrt.

Der Fall wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor einem Moskauer Gericht verhandelt. Die US-Botschaft bezeichnete den Geheim-Prozess als eine "Verspottung der Gerechtigkeit". Am vergangenen Montag hatte die Staatsanwaltschaft 18 Jahre Haft gefordert. Ein Urteil wird am 15. Juni erwartet.

Quelle: Agenturen