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US-Wirtschaftsberater: Verkehr durch Hormuz wird aufgenommen

Heute, 12:14 · Lesedauer 2 min

Nach Angaben des Wirtschaftsberaters der US-Regierung, Kevin Hassett, werden die Durchfahrten durch die Straße von Hormuz wieder aufgenommen. Erste Öl-Tanker begännen, die Meerenge zu passieren, sagte er dem US-Sender CNBC. Er bekräftigte die Einschätzung von US-Präsident Donald Trump, der Krieg werde Wochen und nicht Monate andauern. Außerdem zeigte er sich überzeugt, dass der Krieg die US-Wirtschaft nicht beeinträchtigen werde.

Zuvor hatte jedoch der iranische Außenminister Abbas Araqchi betont, dass die Blockade der Meeresenge nicht vor Kriegsende aufgehoben werde. Dies habe er UNO-Generalsekretär António Guterres mitgeteilt, schrieb Araqchi auf Telegram. Zudem forderte er die internationale Gemeinschaft auf, die Angriffe auf sein Land zu verurteilen.

Unterdessen dementierte Indien Verhandlungen mit Teheran über die Freigabe von drei festgesetzten Tankern. Es gebe keine Gespräche darüber, den Iranern die Schiffe im Gegenzug für sicheres Geleit indischer Frachter durch die Straße von Hormuz zu überlassen, teilte das Außenministerium in Neu-Delhi mit. Ein Sprecher bezeichnete einen entsprechenden Reuters-Bericht als unbegründet.

Die indische Marine hatte im Februar drei unter US-Sanktionen stehende Öl-Tanker nahe indischen Hoheitsgewässern gestoppt. Den Betreibern warf Indien vor, auf hoher See illegalerweise Öl auf nicht sanktionierte Schiffe umzuladen. Reuters hatte am Montag unter Berufung auf Insider gemeldet, Teheran wolle die beschlagnahmten Tanker freibekommen.

Zusammenfassung
  • US-Wirtschaftsberater Kevin Hassett kündigte an, dass die Durchfahrten durch die Straße von Hormuz wieder aufgenommen werden und erste Öltanker die Meerenge bereits passieren.
  • Irans Außenminister Abbas Araqchi widersprach und erklärte, die Blockade der Meerenge bleibe bis zum Ende des Krieges bestehen und forderte die internationale Gemeinschaft zur Verurteilung der Angriffe auf.
  • Indien dementierte Berichte über Verhandlungen mit dem Iran zur Freigabe von drei im Februar festgesetzten, unter US-Sanktionen stehenden Öltankern und betonte, es gebe keine entsprechenden Gespräche.