APA - Austria Presse Agentur

US-Stars prangern zunehmenden Rassismus an

18. März 2021 · Lesedauer 2 min

Als Reaktion auf die Serie tödlicher Attacken in drei Massage-Salons rund um und in Atlanta prangern immer mehr US-Stars den zunehmenden Rassismus gegen asiatischstämmige Menschen an. "Ich bin es ehrlich so leid, dass Menschen nicht wissen, was passiert, und dass Menschen nicht verstehen, wo diese Taten von Hass und Gewalt gegenüber asiatischstämmigen Menschen herkommen", sagte etwa die koreanisch-amerikanische Schauspielerin Ashley Park in einem Video auf Instagram.

"Dieser Rassismus beginnt auf einem sehr niedrigen Level. Er beginnt mit Dingen, die du sagst. Er beginnt, wenn jemand einen Virus, der die ganze Welt stilllegt, als "Kung Flu Virus" bezeichnet", meinte die 29-jährige Park ("Emily in Paris").

Auch die Schauspielerin Shannon Lee, Tochter der Kung-Fu-Legende Bruce Lee, verurteilte diese Bezeichnung für das Coronavirus, an welcher der ehemalige Präsident Donald Trump festgehalten hatte. Trump und seine Anhänger hatten während der Corona-Pandemie auch immer wieder vom "China-Virus" gesprochen.

Die indo-amerikanische US-Schauspielerin Mindy Kaling schrieb auf Twitter: "Die Angriffe auf unsere asiatischstämmigen Brüder und Schwestern sind ekelerregend, aber nicht überraschend angesichts der Tatsache, dass anti-asiatische Hassrede im vergangenen Jahr normalisiert wurde." Auch die Moderatorin Olivia Munn, der Sänger Joe Jonas und der Schauspieler Mark Ruffalo prangerten in den sozialen Medien den zunehmenden Rassismus an und teilten den Hashtag #StopAsianHate.

Am Dienstag waren im südlichen US-Staat Georgia acht Menschen erschossen worden. Medienberichten zufolge handelte es sich bei sechs der Toten um asiatischstämmige Frauen. Die Polizei teilte zunächst mit, dass es noch zu früh sei, um ein klares Motiv zu benennen. Der Verdächtige habe bei seiner ersten Vernehmung keine rassistischen Beweggründe genannt, sondern eine Sexsucht als Antrieb für die tödlichen Angriffe vorgebracht.

Nach Angaben der Organisation "Stop AAPI Hate" waren zwischen März 2020 und Februar 2021 knapp 3.800 Vorfälle gemeldet worden, in denen asiatischstämmige Menschen in den USA Opfer von Belästigung oder Angriffen geworden waren. Vor allem Frauen waren dabei betroffen.

Quelle: Agenturen