APA - Austria Presse Agentur

US-Publizistin befürchtet nachhaltigen Schaden durch Trump

26. Juni 2020 · Lesedauer 2 min

Die US-Publizistin Susan B. Glasser befürchtet eine nachhaltige negative Veränderung der USA durch Donald Trump. "Wir haben gesehen, wie Umweltregulierungen außer Kraft gesetzt wurden. Wir sind Zeugen, wie fundamental das Wesen der Gerichtsbarkeit verändert worden ist durch die Berufung vieler unqualifizierter oder ideologischer Richter", sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Die US-Publizistin Susan B. Glasser befürchtet eine nachhaltige negative Veränderung der USA durch Donald Trump. "Wir haben gesehen, wie Umweltregulierungen außer Kraft gesetzt wurden. Wir sind Zeugen, wie fundamental das Wesen der Gerichtsbarkeit verändert worden ist durch die Berufung vieler unqualifizierter oder ideologischer Richter", sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

"Das ist das institutionelle Erbe Trumps", sagt Glasser, die für das Magazin "The New Yorker" eine Kolumne über das Leben in Washington schreibt. Dieses Erbe werde schwer zu überwinden sein. "Selbst dann noch, wenn wir längst vergessen haben, wie es ist, jeden Morgen mit einem bösartigen Tweet aus dem Weißen Haus aufzuwachen", so die Journalistin.

Sollte der Amtsinhaber bei der Präsidentenwahl im November seinem demokratischen Gegner Joe Biden knapp unterliegen, sieht Glasser die Gefahr, dass Trump das Ergebnis nicht anerkennen könne. Er schimpfe schon jetzt über Manipulation, weil einige die Möglichkeiten zur Briefwahl ausweiten wollten. "Da sendet er bewusst ein Signal aus, dass er das Ergebnis anfechten will, wenn es seinen Vorstellungen nicht entspricht."

Doch selbst wenn Trumps demokratischer Herausforderer Joe Biden gewinnen sollte und sich daranmache, "den Schaden der vergangenen Jahre bei unseren Alliierten und Freunden in Europa zu reparieren", bliebe die Frage nach Amerikas Zuverlässigkeit als Partner noch lange im Raum stehen. "Da könnte die berechtigte Sorge sein, dass Amerika alle vier Jahre seinen Kurs wechselt, und damit Zweifel daran wecken, dass Abkommen mit den USA irgendetwas wert sind, selbst bei einer freundlicheren Regierung."

Quelle: Agenturen