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Uni-Klinik-Vorstand Greil fordert "lockdown-ähnliche" Verschärfungen

03. Nov 2021 · Lesedauer 1 min

Richard Greil, Onkologe und Vorstand der Universitätsklinik Salzburg, fordert Verschärfungen bei den Corona-Maßnahmen.

"Die Bevölkerung muss wissen, dass die Grenzen der Behandelbarkeit gegeben sind. Und dass ein Kollateralschaden für andere Patienten entsteht", sagt Greil gegenüber "orf.at". Die vierte Welle zeige "ein gänzlich anderes Bild" als die Wellen davor. Nun würden die Normalstationen an die Kapazitätsgrenzen stoßen. Sei bisher das Verhältnis ein Corona-Intensivpatient zu etwa vier Corona-Patienten auf der Normalstation gewesen, sei dies mittlerweile eins zu zehn. Greil kritisiert, dass sich die Politik nur an der Belegung der Intensivstationen orientiere.

Da auch die Zahl der Infektionen bei Geimpften zu hoch sei, fordert Greil strengere Maßnahmen. Neben einer FFP2-Maskenpflicht und der Beschleunigung bei Drittimpfungen spricht er sich auch für Beschränkungen wie bei Lockdowns aus. "Die Politik hat beim Begriff entsprechende Zurückhaltung. Die habe ich auch, aber wirksame Kontaktbeschränkungen sind für die Gesamtbevölkerung erforderlich", wird er von "orf.at" zitiert. Ein Lockdown für Ungeimpfte sei weder ausreichend noch kontrollierbar, so Greil.

Quelle: Redaktion / moe