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Ungarische Berufs-Pendler dürfen Grenze passieren

28. März 2020 · Lesedauer 2 min

Nach dem Schritt Ungarns, Berufspendler infolge der Einreise für 14 Tage unter Quarantäne zu stellen, hat sich die Lage in der Realität am Samstagvormittag entspannt dargestellt. Berufspendler durften die Grenzübergänge zum Burgenland in beide Richtungen passieren. Aus dem Büro von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) wurde die Forderung nach einer rechtlichen Grundlage erneuert.

Die aktuelle Situation für Tagespendler an der Grenze zu Ungarn basiere auf einem auf informellem Wege entstandenen Agreement, betonte ein Sprecher Doskozils auf Anfrage der APA. Darüber sei man glücklich, Rechtssicherheit für die betroffenen Personen liege jedoch nicht vor. Diese sei erst gegeben, wenn es eine verbindliche bilaterale Lösung gäbe.

Die Wirtschaftskammer Burgenland betonte, dass trotz der am Samstag vorherrschenden Situation keine Entwarnung gegeben werden könne. Den Betrieben im Bundesland wurde geraten, ihre ungarischen Mitarbeiter für den Fall, dass diese in ihre Heimat zurückreisen müssen, mit Arbeitsbescheinigungen und Dokumenten über ihre Schlüsselfunktionen im Betrieb auszustatten.

Ungarn zählte am Samstag offiziell bisher insgesamt 343 mit dem Coronavirus Infizierte, im Vergleich zum Freitag ist das ein Anstieg um 43 Fällen. Insgesamt elf Todesopfer sind zu beklagen, 34 Personen gelten als wieder geheilt. Mit Samstag gelten in Österreichs Nachbarland Ausgangsbeschränkungen, die Maßnahmen sind aktuell bis 11. April (Karsamstag) anberaumt.

Quelle: Agenturen