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UN-Sicherheitsrat tagte erstmals per Video

25. März 2020 · Lesedauer 2 min

Erstmals in seiner Geschichte hat der UN-Sicherheitsrat per Videokonferenz getagt. Wegen der Coronavirus-Pandemie konferierten die Diplomaten am Dienstag von zuhause aus miteinander. Während der mehr als vierstündigen Sitzung gab es allerdings technische Probleme, wie anschließend aus Diplomatenkreisen am UN-Hauptquartier in New York verlautete.

Die Beratungen mussten mehrmals unterbrochen werden, weil die Internetverbindungen zusammenbrachen oder bei Teilnehmern der Strom ausfiel. Auch war es wegen technischer Probleme nicht möglich, die auf Englisch abgehaltene Sitzung simultan in die anderen offiziellen Sprachen der Vereinten Nationen zu übersetzen. "Es war ein bisschen improvisiert", sagte ein Diplomat der Nachrichtenagentur AFP.

Die Sitzung, in der es unter anderem um die Lage in der Demokratischen Republik Kongo ging, war ohnehin als Test für den Einsatz von Videoschaltungen gedacht. Die Sitzung stand deshalb auch nicht auf der offiziellen Agenda des Sicherheitsrats. Zuvor hatte das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen wegen des Coronavirus seit dem 12. März nicht mehr getagt.

Unklar ist noch, wie Abstimmungen des Sicherheitsrats unter diesen Bedingungen stattfinden sollen. Russland, das als eines der fünf ständigen Mitglieder des Gremiums über ein Vetorecht verfügt, lehnt Stimmabgaben aus der Ferne ab und besteht auf physischen Zusammentreffen des Gremiums für Abstimmungen.

Die Arbeit des gesamten UN-Hauptquartiers in New York ist durch die Coronavirus-Krise stark beeinträchtigt. UN-Generalsekretär Antonio Guterres hatte Mitte März angeordnet, dass ein Großteil der UN-Beschäftigten mindestens drei Wochen lang von zuhause aus arbeitet.

Quelle: Agenturen