APA - Austria Presse Agentur

Über 100 positive Antigen-Schnelltests am ersten Schultag

06. Sept 2021 · Lesedauer 2 min

Das Schuljahr beginnt heuer mit einer Sicherheitsphase und Antigen-Schnelltests. Am ersten Schultag sind in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland vorerst insgesamt über 100 positive Antigentests registriert worden.

Der größte Anteil entfiel dabei mit 80 auf Wien, in NÖ waren es 35 und im Burgenland acht Positiv-Tests, hieß es auf APA-Anfrage aus Gesundheitsbehörden bzw. Bildungsdirektionen. Die Ergebnisse gelten gesundheitsbehördlich jeweils als Verdachtsfälle, die durch aussagekräftigere PCR-Tests bestätigt werden müssen.

In Wien sind bis Montagmittag (11.45 Uhr) 56 Schüler, drei Pädagoginnen und Pädagogen und vier Personalbedienstete mittels Antigen-Schnelltests positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Ergebnisse gelten gesundheitsbehördlich als Verdachtsfälle, die Betroffenen werden nun aussagekräftigeren PCR-Tests unterzogen.

Von den positiv getesteten Schülerinnen und Schüler entfielen neun auf Volksschulen, 14 auf Mittelschulen, acht auf AHS-Unterstufen, zehn auf AHS-Oberstufen, zwölf auf Berufsbildende mittlere und höhere Schulen (BMHS), zwei auf Berufsschulen und einer auf ein Polytechnikum.

Nachdem die Schulen am Montag nur ein bis zwei Stunden geöffnet waren und die Kinder vor Schulbeginn getestet wurden, sind vorerst noch keine schulbezogenen Maßnahmen zu erwarten, hieß es aus dem Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) gegenüber der APA.

35 positive Tests in NÖ, acht im Burgenland

Aus Niederösterreich wurden vorerst 35 positive Antigentests gemeldet, denen nun PCR-Testungen folgen. Es handle sich um einen Zwischenstand, teilte die Bildungsdirektion in St. Pölten auf Anfrage mit. Im Burgenland wurden acht positive Selbsttests verzeichnet. In Wien entsprechen diese Zahlen auf die Woche hochgerechnet in etwa der Anzahl der positiven Schul-Antigentests von Mitte Juni des letzten Schuljahrs, im Burgenland und in NÖ liegen sie auf dem Niveau von Ende Mai.

Lehrergewerkschafter sieht Schulen im Stich gelassen

Thomas Bulent, Gewerkschaftsvertreter für das Lehrpersonal, beklagt im PULS 24 Interview, dass die Sicherheitsphase mit der Durchführung und Überprüfung der Schnelltests ein immenser zusätzlicher Verwaltungsaufwand für Schulpersonal sei. Hier sei Lehrpersonal allein gelassen worden, besonders in ländlicheren Gegenden.

Thomas Bulant, Vorsitzender der Pflichtschullehrergewerkschaft, spricht u.a. über das Testregime an den Schulen.

Quelle: Agenturen / Redaktion / hos