Trump will Milliarden Schadenersatz für geleakte Steuerdaten
In der Klage wird einem damaligen Mitarbeiter der US-Bundessteuerbehörde (Internal Revenue Service/IRS) - sie untersteht dem US-Finanzministerium - vorgeworfen, sich während Trumps erster Amtszeit (2017-2021) unrechtmäßig Zugang zu Steuerdaten der Trump Organization verschafft und diese an "linksgerichtete Medien" weitergegeben zu haben.
Als Folge des Lecks seien verschiedene Artikel in der "New York Times" und anderen Medien erschienen, mit Informationen, ob und wann das Unternehmen Steuern gezahlt habe, heißt es in der Klage. Diese unrechtmäßige Offenlegung vertraulicher Steuererklärungen sei entweder vorsätzlich oder grob fahrlässig erfolgt.
Die "Washington Post" schreibt dazu, die Klage betreffe einen ehemaligen IRS-Mitarbeiter, der 2024 zu fünf Jahren Haft verurteilt worden sei, weil er die Steuererklärungen von Trump und Tausenden wohlhabenden US-Amerikanern gestohlen und sie dem Medium "ProPublica" sowie der "New York Times" zur Verfügung gestellt habe. "Es handelt sich um einen weiteren Fall, in dem Trump eine Klage über einen hohen Geldbetrag gegen die von ihm geleitete Regierung eingereicht hat, wodurch er auf beiden Seiten des potenziellen Verhandlungstisches sitzt", so die Zeitung.
Die Trump Organization wird in der Klageschrift als der führende Entwickler einiger der wertvollsten und begehrtesten Luxusimmobilien der Welt bezeichnet, darunter Fünf-Sterne-Luxushotels, Wohn- und Geschäftsgebäude sowie Meisterschaftsgolfplätze. Auch globale Immobiliendienstleistungen, Unterhaltung, Gastronomie, Einzelhandel und vieles mehr gehören demnach zum Unternehmensportfolio.
Zusammenfassung
- Donald Trump und seine beiden ältesten Söhne fordern mindestens 10 Milliarden Dollar Schadenersatz vom US-Finanzministerium, weil Steuerunterlagen der Trump Organization an Medien weitergegeben wurden.
- Ein ehemaliger IRS-Mitarbeiter soll während Trumps Amtszeit (2017-2021) unrechtmäßig Steuerdaten entwendet und sie an die 'New York Times' sowie andere Medien übermittelt haben, wofür er 2024 zu fünf Jahren Haft verurteilt wurde.
- Die Klage wurde im US-Bundesstaat Florida eingereicht und wirft vor, dass die Offenlegung der Steuerdaten entweder vorsätzlich oder grob fahrlässig erfolgte.
