Trump streicht Firmen mit Gleichstellungsprogrammen Aufträge
Laut der Anordnung müssen Unternehmen, die auf Staatsaufträge hoffen, künftig in ihre Verträge eine sieben Absätze umfassende Klausel aufnehmen. In dieser müssen sie zusichern, dass "der Auftragnehmer sich nicht an rassistisch diskriminierenden DEI-Aktivitäten beteiligen wird". Die Vorgabe gilt auch für mögliche Subunternehmer.
Die Trump-Regierung hält Weiße und insbesondere weiße Männer für die eigentlichen Opfer von Diskriminierung und hat DEI-Programmen deshalb den Kampf angesagt. So behauptete Trump etwa im Jänner in einem Interview mit der "New York Times", dass Weiße wegen Vorgaben aus der Zeit der Bürgerrechtsbewegung "sehr schlecht behandelt" würden.
Es ist bereits das achte Trump-Dekret gegen angebliche Diskriminierung durch Anti-Diskriminierungsprogramme seit Beginn seiner zweiten Amtszeit vor gut 14 Monaten. Frühere Vorgaben richteten sich unter anderem gegen DEI-Programme bei der Armee und im Auswärtigen Dienst. Trump wirft der Vorgängerregierung unter dem Demokraten Joe Biden vor, damit eine "woke" Agenda umgesetzt zu haben.
Zusammenfassung
- US-Präsident Donald Trump hat ein Dekret unterzeichnet, das Unternehmen mit Gleichstellungsprogrammen künftig von Regierungsaufträgen ausschließt und in 30 Tagen, also Ende April, in Kraft tritt.
- Firmen müssen künftig eine sieben Absätze umfassende Klausel unterzeichnen, in der sie zusichern, sich nicht an "rassistisch diskriminierenden DEI-Aktivitäten" zu beteiligen; dies betrifft auch Subunternehmer.
- Seit Beginn seiner zweiten Amtszeit vor rund 14 Monaten hat Trump bereits acht Dekrete gegen DEI-Programme erlassen und wirft der Vorgängerregierung unter Joe Biden eine "woke" Agenda vor.
