APA - Austria Presse Agentur

Trump-Anhänger demonstrieren vor US-Kapitol

17. Sept 2021 · Lesedauer 2 min

Gut acht Monate nach der Erstürmung des Kapitols in Washington wollen Anhänger des damaligen US-Präsidenten Donald Trump dort erneut aufmarschieren. Für diesen Samstag (18.00 Uhr MESZ) ist vor dem Kongresssitz in der US-Hauptstadt eine Demonstration zur Unterstützung von Angeklagten geplant, die sich wegen der Erstürmung des Kapitols am 6. Jänner vor Gericht verantworten müssen. Organisator der Demonstration ist ein früherer Mitarbeiter von Trumps Wahlkampfteam.

Trump selbst äußerte sich wenige Tage vor der Demonstration ebenfalls solidarisch mit jenen, die im Zusammenhang mit dem 6. Jänner "so unfair verfolgt" würden. Rund um das Kapitol wurde mit Blick auf die Kundgebung vorübergehend wieder ein Zaun aufgebaut, um den Kongresssitz zu schützen. Der Zaun war nach der Erstürmung im Jänner errichtet und erst im Juli wieder abgebaut worden. Die Polizei des Kapitols war damals in die Kritik geraten, weil die Sicherheitskräfte des Parlaments den Angriff nicht abwehren konnten.

Der Fernsehsender NBC meldete unter Berufung auf Vertreter des US-Heimatschutzministeriums, anders als im Jänner würden diesmal nicht Tausende, sondern lediglich mehrere Hundert Menschen bei der Demonstration erwartet. Dennoch rüstete sich die Kapitol-Polizei für mögliche Bedrohungen. Das US-Verteidigungsministerium versetzte die Nationalgarde in Alarmbereitschaft und stellte 100 Nationalgardisten zur Unterstützung beim Schutz des Kapitols bereit.

Trump-Anhänger hatten den Kongresssitz am 6. Jänner gewaltsam erstürmt. Dabei kamen fünf Menschen ums Leben, darunter ein Polizist. Die beispiellose Attacke auf das Herzstück der US-Demokratie löste damals national wie international einen Schock aus. Trump musste sich wegen des Angriffs einem Amtsenthebungsverfahren stellen, weil er seine Anhänger zuvor bei einer Kundgebung aufgestachelt hatte. Am Ende des Verfahrens wurde der Republikaner jedoch freigesprochen. Die Hintergründe des Angriffs werden im Kongress weiter untersucht.

Quelle: Agenturen