Tote bei Protesten in Indonesien
Die Nachrichtenagentur Antara meldete, die Todesopfer seien vermutlich in dem brennenden Gebäude eingeschlossen gewesen. Die landesweiten Proteste stellen die erste große Bewährungsprobe für die Regierung von Präsident Prabowo Subianto dar, der im Oktober sein Amt angetreten hatte.
Die Demonstrationen hatten am Montag in der Hauptstadt Jakarta begonnen und richteten sich vor allem gegen die Höhe von Abgeordneten-Gehältern. Am Freitag eskalierten die Proteste, nachdem ein gepanzertes Polizeifahrzeug den Fahrer eines Motorradtaxis erfasst hatte. Der Mann, der nicht an den Demonstrationen beteiligt gewesen sein soll, starb.
Am Freitag kam es örtlichen Medien zufolge in Jakarta vereinzelt zu Plünderungen. Aus den Großstädten Bandung und Yogyakarta wurden neue Demonstrationen gemeldet. Am Samstag gab es zunächst keine Anzeichen für neue Proteste in dem südostasiatischen Land.
Zusammenfassung
- Bei Protesten in Indonesien kamen nach offiziellen Angaben drei Menschen ums Leben, als das Parlamentsgebäude in Makassar, Süd-Sulawesi, in Brand gesetzt wurde.
- Fünf weitere Personen wurden verletzt, während die Proteste, die sich gegen die Abgeordneten-Gehälter richten, landesweit anhalten und zur ersten großen Bewährungsprobe für Präsident Prabowo Subianto wurden.
- Am Freitag eskalierten die Unruhen nach dem Tod eines Motorradfahrers durch ein Polizeifahrzeug, in Jakarta kam es zu Plünderungen und in weiteren Städten wie Bandung und Yogyakarta zu neuen Demonstrationen.