Tirol und Vorarlberg testen bereits Anfang Dezember, Salzburg ab 12.12.

26. Nov 2020 · Lesedauer 2 min

Die Bundesländer Vorarlberg, Tirol und Salzburg haben ihre Fahrpläne für die österreichweiten Massentests bekannt gegeben.

Vorarlberg und Tirol werden erste Corona-Massentest in der Bevölkerung schon am ersten Dezember-Wochenende (4. bis 6.) durchführen. Das gab Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) nach dem Ministerrat am Mittwoch bekannt. Damit werden in den zwei westlichsten Bundesländern parallel zu den Tests für alle Lehrer und Kindergartenpädagogen auch freiwillige Tests für die Bevölkerung durchgeführt. Details über die Organisation sind noch nicht bekannt.

Auch Salzburg beginnt schon früher mit den Massentest, nämlich am 12. und 13. Dezember. Ursprünglich waren Massentests für die Bevölkerung erst am Wochenende vor Weihnachten (19./20.) geplant gewesen.

"Wir haben uns entschlossen, die Massentests schon am 12. und 13. Dezember durchzuführen. So gewinnen wir vor Weihnachten Zeit in Hinblick auf die Feiertage", erklärt Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) am Mittwoch in einer Aussendung. Als infiziert identifizierte Salzburger müssten so über Weihnachten nicht in Quarantäne.

Kein Contact-Tracing bei Corona-Massentests?

Die Kapazitäten reichen offenbar nicht für Contact-Tracing nach den geplanten Corona-Massentests.

Einen Testballon für die Testserie stellt dabei die 2.200-Einwohner-Gemeinde Annaberg-Lungötz im Tennengau dar. Sie ist aufgrund einer aktuell äußerst hohen 7-Tage-Inzidenz schon am 1. und 2. Dezember dran. In der Gemeinde gab es in den vergangenen sieben Tagen laut Land 47 Neuinfektionen, derzeit sind 60 Bewohner aktiv infiziert. Die positiv getesteten Gemeindebürger sollen am selben Abend noch einmal mit einem PCR-Test getestet werden.

Aufruf zu möglichst zahlreicher Teilnahme

Der Bürgermeister von Annaberg-Lungötz, Martin Promok, appellierte heute an die Gemeindebürger, möglichst zahlreich am Schnelltest teilzunehmen. Für die Abstriche können sich alle Personen ab dem vollendeten zehnten Lebensjahr anmelden - auf Wunsch der Eltern auch jüngere Kinder. Ein Testteam wird laut Informationen des Landes aus 14 Mitgliedern bestehen, drei davon sind medizinisch geschulte Personen für die Abstriche. Zum Auftakt eines Test-Tages werden auch die Screening-Teams selbst getestet.

Der weitere Fahrplan in Salzburg: Am 5. und 6. Dezember sind dann rund 11.000 Pädagogen aufgerufen, sich testen zu lassen. Die Massentests an sich werden dann konzentriert am 12. und 13. Dezember durchgeführt - ähnlich wie bei einer Landtagswahl. Sie sollen so weit es geht in den 534 Wahllokalen im Land stattfinden. Haslauer hatte zuletzt wiederholt damit gerechnet, dass sich etwa 60 Prozent der Bevölkerung testen lassen werden - das wären rund 300.000 Personen in Salzburg. Experten rechnen damit, dass daraus rund 4.000 aktiv infizierte Personen hervorgehen werden.

Parallel dazu wird das Bundesministerium für Inneres in Salzburg circa 2.000 Polizisten testen lassen.

Quelle: Agenturen / Redaktion / hos