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Telemedizin: Niedergelassene Ärzteschaft "streckt Hand aus"

Heute, 08:25 · Lesedauer 1 min

Nach der angekündigten Neuausschreibung zur Telemedizin durch die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) will die niedergelassene Ärzteschaft das Thema gemeinsam angehen. "Wie bei den anstehenden Gesprächen über den Gesamtvertrag ist auch hier unsere Hand für seriöse Verhandlungen ausgestreckt und wir arbeiten sehr gerne an einer Lösung mit", so Edgar Wutscher, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer und Obmann der Bundeskurie niedergelassene Ärzte, am Sonntag.

"Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam eine Lösung finden, die die optimale Versorgung der Patientinnen und Patienten garantiert", betonte Wutscher in einer Aussendung. Dazu brauche es "keine neuen Parallelstrukturen". Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts (BVwG) hatte die ÖGK am Samstag mitgeteilt, die Umsetzung der telemedizinischen Versorgung neu auszuschreiben. Bei der Telemedizin erhalten Patientinnen und Patienten per Videotelefonie eine Erstberatung.

Es gebe bereits einige ausgearbeitete Projekte in diesem Bereich, sagte Dietmar Bayer, stellvertretender Obmann der Bundeskurie niedergelassene Ärzte und Vizepräsident der Ärztekammer Steiermark. "Wir haben immer festgehalten und können auch mit Zahlen belegen, dass Ärztinnen und Ärzte der Telemedizin positiv gegenüberstehen."

Zusammenfassung
  • Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts schreibt die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) die telemedizinische Versorgung neu aus und setzt dabei auf Erstberatung per Videotelefonie.
  • Die niedergelassene Ärzteschaft, vertreten durch Edgar Wutscher und Dietmar Bayer, bietet der ÖGK seriöse Verhandlungen an und betont, dass keine neuen Parallelstrukturen nötig sind.
  • Laut Ärztekammer stehen viele Ärztinnen und Ärzte der Telemedizin positiv gegenüber und es existieren bereits ausgearbeitete Projekte in diesem Bereich.