APA - Austria Presse Agentur

Sternsingeraktion erbrachte heuer 13,4 Mio. Euro

20. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

Die Sternsingeraktion hat heuer rund 13,4 Millionen Euro an Spenden erzielt - "auch wenn die Vorzeichen mit Pandemie und Weihnachts-Lockdown nicht schlechter sein konnten", wie die Vorsitzende der Katholischen Jungschar, Teresa Millesi, am Dienstag betonte. Sie zeigte sich trotz eines Rückgangs von rund fünf Millionen Euro gegenüber 2020 zufrieden: "Wir haben mit Schlimmerem gerechnet", unter den Umständen sei ein "fantastisches Ergebnis" erreicht worden.

Wie Österreich habe die Pandemie auch die Partnerländer der Dreikönigsaktion (DKA), die Entwicklungszusammenarbeit mit den von den Sternsingern gesammelten Geldern abwickelt, völlig unvorbereitet getroffen. Kurzfristig angekündigte Lockdowns hätten Millionen Existenzen zerstört, heißt es in der Pressemitteilung. In Indien zum Beispiel hätten tausende Wanderarbeiter keine Arbeitsmöglichkeiten mehr vorgefunden, der Heimweg mit öffentlichen Transportmitteln sei auch nicht möglich gewesen. "Millionen Arbeitende im informellen Sektor verloren ihre Einkommensquelle. Die Angst vor Hunger überschattet vielerorts die Sorge um die Infektion." Unterstützungsprogramme der Regierungen seien kaum vorhanden.

Zudem bedeute Corona für Millionen Kinder immer noch Homeschooling, was für viele aufgrund fehlender Endgeräte und eines fehlenden Zugangs zu funktionierendem Internet eine "unlösbare Aufgabe" bleibe. " Es besteht die Gefahr, dass diese Kinder und Jugendlichen nicht mehr ins Regelschulsystem zurückkehren, weil sie inzwischen andere Aufgaben, zum Teil Erwerbsarbeit für die Familie, übernommen haben. Corona macht Erfolge im Kampf gegen Kinderarbeit zunichte", wird in der Aussendung gewarnt. Die Dreikönigsaktion habe zu Ostern die Kampagne kinderarbeitstoppen.at gestartet. Bis 12. Juni - dem internationalen Tag gegen Kinderarbeit - werde eine Vielzahl an Aktionen weltweit durchgeführt, "um auf die Ausbeutung im Kontext von Kinderarbeit aufmerksam" zu machen. "Im Kern steht die Forderung nach einem Lieferkettengesetz, das garantieren soll, dass in Österreich verkaufte Produkte frei von Kinderarbeit sind."

"Gerade in dieser schwierigen Situation ist der durch Corona bedingte Spendenrückgang natürlich sehr bedauerlich", so Millesi. Bereits im Herbst sei jedoch gemeinsam mit den Projektpartnern begonnen worden, "an Einsparungsmöglichkeiten zu arbeiten, damit Gutes in diesem Jahr auch mit Wenigem bewirkt werden kann". Sie verwies auch auf die Möglichkeit, weiterhin online zu spenden.

Quelle: Agenturen