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SPÖ, Grüne und NEOS kritisieren Kickls Aschermittwoch-Rede

19. Feb. 2026 · Lesedauer 2 min

Der Auftritt von FPÖ-Chef Herbert Kickl beim traditionellen Politischen Aschermittwoch in Ried im Innkreis sorgt bei den anderen Parteien für wenig Begeisterung. "Kickls Krawallkurs ist gepflastert mit aggressiven Rundumschlägen und Beschimpfungen, Inhalte und Lösungen: null", meinte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim am Donnerstag in einer Aussendung. Grünen-Chefin Leonore Gewessler kritisierte die Russland-Nähe der FPÖ, die NEOS sahen einen "neuen Tiefpunkt".

"Kickl hat mit seinem Auftritt wieder einmal gezeigt, dass es gut ist, dass die FPÖ nicht in der Regierung ist", befand Seltenheim. So sei dem Land "massiver Schaden erspart geblieben". Auch Lob von Freiheitlichen für US-Präsident Donald Trump sei bedenklich, mit der FPÖ "kein Staat zu machen". NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger als "Sachspende" der Ukraine anzubieten war für den Sozialdemokraten "eine widerwärtige frauenfeindliche Entgleisung".

Kickl werfe sich regelmäßig "dem mörderischen Regime in Russland an den Hals", so Gewessler in einer Aussendung. "Wenn er ehrlich wäre, würde er im Bierzelt Russland-Fahnen schwenken." Die FPÖ habe keine Konzepte für das Land, ihr Parteichef verliere sich "in schlechten Scherzen statt Lösungen". Das sei "der Verrat an all jenen, die sich ein leichteres Leben wünschen", wurde Gewessler zitiert.

Zudem sei Kickl "gestern zur Verteidigung der Superreichen ausgerückt, anstatt sich der Sorgen vieler Menschen im Land anzunehmen". Trotz Teuerung würde die FPÖ Millionenerben schützen, so die Grünen-Chefin: "Das ist ein Hohn."

Hoyos beklagt "inakzeptablen Umgangston"

Vom Politischen Aschermittwoch sei man zwar einiges gewohnt, vermeldete NEOS-Generalsekretär Douglas Hoyos. Doch: "Was Herbert Kickl hier geliefert hat, überspannt den Bogen und ist ein neuer absoluter Tiefpunkt: Ekelhafte Beschimpfungen, bewusste Verrohung der Sprache und gezielte persönliche Angriffe." Diese Art von Politik spalte und vergifte das gesellschaftliche Klima.

"Der inakzeptable Umgangston und die sexistischen Untergriffe gegen Politikerinnen wie Außenministerin Beate Meinl-Reisinger sagen viel über das Selbstverständnis von Herbert Kickl aus", so Hoyos weiter. Solche "persönliche Angriffe" würden von fehlenden Argumenten zeugen.

Zusammenfassung
  • SPÖ, Grüne und NEOS haben die Aschermittwochsrede von FPÖ-Chef Herbert Kickl in Ried im Innkreis scharf kritisiert und werfen ihm aggressive Rhetorik sowie fehlende Inhalte vor.
  • SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim bezeichnete Kickls Auftritt als 'Krawallkurs' mit 'null' Lösungen und verurteilte insbesondere frauenfeindliche Aussagen gegenüber NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger.
  • Grünen-Chefin Leonore Gewessler und NEOS-Generalsekretär Douglas Hoyos kritisierten die Russland-Nähe der FPÖ, die Verteidigung der Superreichen und einen inakzeptablen Umgangston, was laut Hoyos einen 'neuen absoluten Tiefpunkt' darstellt.